Fischzucht wird zu einem Naturparadies

Nina Müller, 4. März 2019, 09:56 Uhr
Lange Zeit blieben die 24 Fischzuchtbecken Höwisen in Wartau ungenutzt. Nun, über 50 Jahre nach der Schliessung der Fischzucht, werden die Gewässerläufe renaturiert und die Höwisen auch wieder zu einem Lebensraum für Tiere.

Die Gewässerläufe Höwisen in Wartau sind schon sehr alt. Bereits um 1900 waren die kleinen Bächlein auf Landkarten eingezeichnet und lange Zeit wurden sie für die Fischzucht genutzt. In den 1950er Jahren wurde das Gelände mit einem Restaurant und einem Campingplatz erweitert.

Touristen aus ganz Europa besuchten die Höwisen in Wartau. «Es kamen Leute aus England mit alten Autos und Motorrädern mit Seitenwagen zu uns auf den Zeltplatz. Da durften wir zwischendurch mal englische Spezialitäten probieren, welche die Gäste selber gekocht haben», sagt Hansruedi Ammann, der Sohn des ehemaligen Besitzers.

Das Restaurant ist immer noch geöffnet und es finden zahlreiche Events statt. Die Fischzuchtanstalt ist ein Komplex von drei Gebäuden, welcher aus dem Restaurant, Wohnungen mit Biergarten und einem Seminar- und Eventhaus besteht. Die Fischzucht wurde 1970 eingestellt. Die Wasserqualität war zu schlecht, um Forellen zu züchten, weshalb die damaligen Besitzer die Anlage verkauften. Seither sind die Fischbecken unbenutzt und drohen zu zerfallen.

Nun soll der Treffpunkt Höwisen auch Tieren wieder Lebensraum bieten. Die künstlichen Bekcen werden komplett entfernt und die Gewässerläufe in ihre natürliche Form zurückgebracht. Ziel der Umbauten ist, dass wieder mehr Fische und Vögel im und an den Gewässerläufen laichen und brüten.

Die Revitalisierungsarbeiten sind schon in vollem Gange. «Die Hauptarbeiten werden in diesen Tagen abgeschlossen. Danach folgen noch die Detailarbeiten», sagt Bauleiter Patrick Rissi. Für die Revitalisierung wurden die Gewässerläufe trocken gelegt. Voraussichtlich soll ab dem 15. März wieder Wasser durch die Bächlein fliessen.

Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 28. Februar 2019 13:41
aktualisiert: 4. März 2019 09:56