Bregenz

Fondue endet in Flammen – Gastgeberin schwer verletzt

10. Dezember 2021, 11:14 Uhr
In Bregenz geriet ein gemeinsamer Fondue-Abend ausser Kontrolle. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Fünf Personen wurden verletzt, darunter zwei Polizisten.
Insgesamt waren über 50 Einsatzkräfte beim Fondue-Brand im Einsatz. (Symbolbild)
© Getty

«Am 9. Dezember gegen 17.30 Uhr kam es in der Ranspergstrasse in Bregenz zu einem Wohnungsbrand im 5. Stock eines Mehrparteienhauses», schreibt die Landespolizeidirektion Vorarlberg.

Demnach wollten vier Damen im Alter von 64, 75, 76 und 77 Jahren gemeinsam ein Fondue essen. Um das Fonduegeschirr heiss zu machen, wurde Brennsprit verwendet. Dabei sei es laut den Frauen zu einer «explosionsartigen Entzündung» gekommen. Sie versuchten daraufhin sofort, das Feuer zu löschen, allerdings ohne Erfolg.

35 Personen in Sicherheit gebracht

Zu Hilfe eilte ein 46-jähriger Mann aus dem vierten Stock des Wohnhauses, der den Lärm über ihm hörte. Er probierte, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen, was ihm aber ebenfalls nicht gelingen wollte. Zeitgleich verständigte der 46-Jährige die Einsatzkräfte, welche wenig später eintrafen und mit den Löscharbeiten begannen. Zur selben Zeit wurde das Haus vollständig evakuiert. 35 Personen verliessen dabei ihr Zuhause. Eine gute Stunde nach Ausbruch des Feuers konnte die Feuerwehr «Brand aus» melden.

Gastgeberin schwer verletzt

Beim Brand wurde die 76-jährige Wohnungsbesitzerin schwer verletzt. Sie erlitt Brandverletzungen unbestimmten Grades und musste ins Spital nach Feldkirch gebracht werden. Zwei weitere Damen und zwei Beamte der Bundespolizei wurden ebenfalls verletzt und mussten ins Krankenhaus. In der Wohnung entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Sie ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Alle anderen Bewohner des Hauses konnten im Verlaufe des Abends zurück in ihre Wohnungen.

Über 50 Einsatzkräfte vor Ort

Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren Bregenz Stadt mit drei Fahrzeugen und 25 Personen, die Feuerwehr Bregenz Vorkloster mit ebenfalls drei Fahrzeugen und 25 Feuerwehrleuten sowie die Rettung mit zwei Fahrzeugen, vier Sanitätern und einem Notarzt. Für die Dauer des Einsatzes waren die Ranspergstrasse, die Diedogasse und die Merbodgasse gesperrt.

(red.)

Quelle: LPDV
veröffentlicht: 10. Dezember 2021 11:03
aktualisiert: 10. Dezember 2021 11:14
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