Fussballfan schmuggelt Pyrotechnik

Marc Sieger, 19. August 2019, 16:49 Uhr
Das die Fussballfans Rauchbomben und Knallkörper dabei hatten, dürfte sie teuer zu stehen kommen. (Symbolbild)
Das die Fussballfans Rauchbomben und Knallkörper dabei hatten, dürfte sie teuer zu stehen kommen. (Symbolbild)
© iStock/mari-art
Schweizer Zöllner und deutsche Bundespolizisten haben im thurgauischen Gottlieben deutsche Fussballfans angehalten. Sie hatten Pyrotechnik wie Rauchbomben und Knallkörper über die Grenze geschmuggelt.

Bei den Angehaltenen handelt es sich um Fussballfans aus Norddeutschland, die vergangenen Samstag das Spiel des VfB Suttgart gegen den FC St.Pauli in Stuttgart besuchen wollten. Dazu sind sie bereits am vergangenen Donnerstag angereist. «Da sie schon im Süden Deutschlands waren, wollten sie für einen kurzen Urlaub in die Schweiz fahren», sagt Christian Werle, Sprecher der Polizeiinspektion Konstanz.

Rauchbomben und Knallkörper über Grenze geschmuggelt

Beamten der Bundespolizei und der eidgenössischen Zollverwaltung hielten die Fussballfans in ihrem Auto in Gottlieben im Kanton Thurgau an. Im Auto fanden sie mehrere Rauchbomben und Knallkörper, wie sie von Fussballfans bei Spielen gezündet werden. In der Schweiz ist solche Pyrotechnik verboten. Der Besitzer der Knallkörper wurde daher wegen der illegalen Einfuhr und dem Besitz der Feuerwerkskörper angezeigt.

Busse bis zu 10'000 Franken

In der Schweiz könne das Bussen bis zu 10'000 Franken nach sich ziehen, wie Marco Breu, Sprecher der Staatsanwaltschaft Thurgau sagt. Da der deutsche Fussballfan jedoch nur einige wenige Feuerwerkskörper mit sich führte, vermutet Breu, dass die Busse nicht ganz so hoch ausfallen wird. Genaueres könne er nicht sagen, da die Untersuchung noch laufe.

«Schöner polizeilicher Erfolg»

Die Deutsche Polizei geht davon aus, dass der Fan die Pyrotechnik in Deutschland gekauft hat. Dort ist der Erwerb und der Besitz solcher Knallkörper und Rauchbomben zwar ebenfalls verboten. Das abseits eines Fussballspiels Pyrotechnik sichergestellt wird, sei aber nicht alltäglich, sagt Christian Werle von der Polizeiinspektion Konstanz. Er spricht daher von einem «schönen polizeilichen Erfolg». Die Fussballfans, die in Gottlieben angehalten wurden, seien der Polizei nicht bekannt gewesen.

Anzeigen in der Schweiz und in Deutschland

Die Schweizer Beamten haben die Rauchbomben und Knallkörper eingezogen. Für den angezeigten Fan dürfte sich der Ausflug in die Schweiz doppelt unbezahlt machen. Zur Anzeige in der Schweiz komme eine weitere in Deutschland, wegen rechtswidrigem Erwerb von Pyrotechnik hinzu, wie es in der Mitteilung der Polizeiinspektion Konstanz heisst.

Marc Sieger
Quelle: mas
veröffentlicht: 19. August 2019 16:16
aktualisiert: 19. August 2019 16:49