FM1-Land

«Gedopte» Autos und «richtig fette» Spinnen – die skurrilsten Notrufe

Sandro Zulian, 15. Februar 2021, 16:01 Uhr
Die Notrufzentrale wird öfter wegen Nichtigkeiten angerufen, als man denkt.
© Tagblatt/Ralph Ribi
Hunderte von Notfällen erreichen die Polizei im FM1-Land tagtäglich. Dass es sich nicht bei allen Anrufen um waschechte Notfälle handelt, liegt dabei auf der Hand. Wir haben bei den hiesigen Gesetzeshütern nachgefragt. Die Rückmeldungen sind kurios, skurril und oft unfreiwillig komisch.

Wann ist ein Notfall ein Notfall? Wann kann ich guten Gewissens den Hörer in die Hand nehmen und die 117 wählen? Eigentlich fast immer. Im Zweifelsfall ist es immer besser, die Polizei einmal zu oft, als einmal zu wenig anzurufen.

Dass dabei die Beamten in der Leitstelle manchmal auch mit kuriosen Anrufen konfrontiert werden, zeigt eine Medienmitteilung der Vorarlberger Polizei. Letzte Woche wurde nämlich der Europäische Tag des Notrufs gefeiert. Unsere österreichischen Nachbarn nahmen dies zum  Anlass, ein paar ihrer eher skurrilen Notrufe zu veröffentlichen. Hier ein Auszug der besten Meldungen:

Tuning und Doping ist ja eigentlich im Kern dasselbe.

Manche Anrufer brauchen auch gar keine Hilfe, sondern wollen einfach wissen, wann Angst angezeigt ist und wann nicht:

Es gibt Situationen, da weiss man als rechtschaffener Bürger oder als rechtschaffene Bürgerin schlicht nicht mehr weiter. Wie diese Person, die frühmorgens um 02:15 Uhr den Notruf wählte:

Leider hat uns die Vorarlberger Polizei nicht erzählt, was nach diesem Notfall geschehen ist. Wir hoffen das Beste.

Nicht nur in Vorarlberg, auch hierzulande sind schon ungewöhnliche Notrufe eingegangen. So schreibt uns die Kantonspolizei Thurgau: «Wir nehmen jede Meldung ernst. Natürlich ist es auch schön, wenn ein Einsatz mit einem Schmunzeln zu Ende geht».

Ganz speziell sei der Fall eines vermeintlichen Feuers gewesen. Eine Nachbarin meldete den Einsatzkräften, dass sie Flammen im Innern einer Wohnung sehe:

Ebenfalls im Kanton Thurgau trug sich die Geschichte eines vermeintlichen Stromschlags zu. Auf der Notrufzentrale ging die Meldung ein, dass jemand nach einem Stromschlag verletzt am Boden liegen würde. Sofort wurde eine Polizeipatrouille und der Rettungsdienst aufgeboten, aber:

Auch die Polizisten im Kanton Graubünden haben schon allerhand schräge Notrufe erhalten. «Quasi ein Klassiker», kommentiert Roman Rüegg von der Kantonspolizei Graubünden den folgenden Anruf:

Rüegg liefert auch gleich die Erklärung, was mit gefundenen Hunden in der Regel passiert: «Mittels Chiplesegerät machen wir jeweils den Halter oder die Halterin ausfindig.»

Und auch im FM1-Land sind die guten, alten «Tierli-Anrufe» ein Dauerbrenner. Hier ruft ein Vater an und flüstert, weil seine achtjährige Tochter neben ihm steht:

In diesem Fall gab es glücklicherweise ein Happy-End: Die alarmierte Feuerwehr machte sich auf die Suche nach dem langohrigen Haustier und fand nach kurzer Zeit einen mucksmäuschenstillen Hasen. «Es machte wirklich den Anschein, dass er nicht mehr lebte», schreibt Rüegg.

«Sie grübelten ihn raus, worauf seine Lebensgeister wieder die Überhand gewannen. Nach kurzer Zeit hoppelte er dann wieder vergnügt seiner Wege. Hase wohlauf – Töchterchen glücklich!»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. Februar 2021 08:01
aktualisiert: 15. Februar 2021 16:01