Gefälschte Flugblätter am Bergsprint

Nina Müller, 19. August 2019, 17:10 Uhr
Unbekannte drohten, Reissnägel auf die Strasse zu werfen.
Unbekannte drohten, Reissnägel auf die Strasse zu werfen.
© Facebook/Historischer Bergsprint Walzenhausen - Lachen/bearb. FM1Today
Die fünfte Ausgabe des Bergsprints in Walzenhausen am vergangenen Wochenende war von einem seltsamen Ereignis überschattet. Im Namen von Operation Libero drohten Unbekannte die Veranstaltung zu sabotieren. Operation Libero zeigt sich empört.
Mit der Begründung, die Schweiz verändern zu wollen, verteilten Unbekannte Flyer im Namen der Operation Libero am Bergsprint in Walzenhausen. Rund 200 historische Rennautos und Töffs fuhren von Walzenhausen nach Lachen, beobachtet von rund  zehntausend Schaulustigen.

«Wir schütten Reissnägel auf die Strasse»

«Hallo Umweltverschmutzer. Wir möchten euch mitteilen, dass sie ihre Veranstaltung umgehend abbrechen sollten, andernfalls sähen wir uns gezwungen, tausende von Reissnägeln auf die Strasse zu schütten. Eine solche Veranstaltung ist heute nicht mehr zu akzeptieren. Wir wollen die Schweiz verändern.» Das steht in einem Flugblatt, das mit dem Logo von Operation Libero versehen ist und an dem Event an die Besucher verteilt wurde.

Dieses Flugblatt wurde unter den Besuchern verteilt. (Bild: PD)
Dieses Flugblatt wurde unter den Besuchern verteilt. (Bild: PD)

Operation Libero macht Anzeige gegen Unbekannt

Operation Libero wehrt sich in einer Mitteilung. «Operation Libero stellt klar, dass diese Aktion selbstverständlich nicht aus ihrer Feder stammt und behält sich aufgrund dieser Fälschung eine Anzeige gegen Unbekannt vor», heisst es in der Mitteilung.

Event konnte friedlich durchgeführt werden

Das Organisationskomitee «Historischer Bergsprint» hat am Sonntagmorgen von den Flugblättern erfahren und umgehend die Polizei und die Rennleitung informiert, schreibt das Tagblatt. Nach Absprache mit der Polizei und der Rennleitung wurde das Rennen mit erhöhter Beobachtung gestartet und weitergeführt. Die ausgesprochenen Drohungen wurden nicht in die Tat umgesetzt, das Rennen konnte friedlich durchgeführt werden.

(nm)

 

Nina Müller
veröffentlicht: 19. August 2019 17:10
aktualisiert: 19. August 2019 17:10