Geschützte Krebse in Abtwil in Gefahr

Angela Mueller, 4. April 2017, 15:09 Uhr
Von einer Baustelle in Abtwil ist verschmutztes Wasser in den Mülibach gelangt. Im verunreinigen Wasser sind hundert Fische verendet und eine Krebspopulation von bis zu 5000 geschützten Steinkrebsen könnte betroffen sein.

Das Unglück geschah am Montagnachmittag bei einer Baustelle in Abtwil beim Mülibach. Verschmutztes Wasser ist auf einer Länge von 500 Meter in den Bach gelangt, wie die Kantonspolizei mitteilt. Rund hundert Fische vor allem Forellen sind verendet. Der Mülibach wurde sofort von der zuständigen Feuerwehr gespült.

Der Pächter der Gewässer ist Laurenz Alder aus St.Gallen: «Ich habe gestern Abend erfahren, was passiert ist», sagt er zu FM1. Alder ist besorgt: Im Mülibach lebt eine besonders grosse intakte Population von geschützten Steinkrebsen. «Auf einer Länge von 500 Metern dürften sich hier bis zu 5000 Krebse aufhalten», sagt er. Doch zurzeit sind die Krebse noch nicht besonders aktiv. «Wenn es gut geht, halten sie sich noch in ihren Höhlen auf, dann dürfte der Schaden sich in Grenzen halten.»

Wieso das verschmutzte Wasser aus dem Absetzbecken der Baustelle in den Bach gelangen konnte, ist noch unklar. Gemäss Kantonspolizei laufen die Ermittlungen. Der Schaden, der durch die toten Fische entstanden ist, wird auf mehrere Tausend Franken geschätzt.

(Symbolbild)
(Symbolbild)

(agm)

 

Angela Mueller
veröffentlicht: 4. April 2017 15:01
aktualisiert: 4. April 2017 15:09