Giftige Algen töten massenweise Fische

Fabienne Engbers, 10. August 2017, 14:48 Uhr
Der Ziegelweiher liegt am Rande von Kreuzlingen. (Archiv)
Der Ziegelweiher liegt am Rande von Kreuzlingen. (Archiv)
© Olaf Kuehne/Thurgauer Zeitung
Im Ziegelweiher am Rand von Kreuzlingen haben Anwohner ein massives Fischsterben festgestellt. Grund dafür sind Algentoxine und Sauerstoffmangel. Die Algenart ist auch für Mensch und Tier gefährlich. Der Kanton rät, auf das Angeln und Baden zu verzichten.

Im Ziegelweiher wurden Blaualgen der Art Microcystis aeruginosa festgestellt. Diese produzieren ein Lebergift, das für Mensch und Tier hautreizend oder gar giftig wirken kann. Der Kanton Thurgau rät deshalb in einer Mitteilung, auf das Baden und Fischen im Ziegelweiher zu verzichten.

Blaualgen sind nicht selten

«Blaualgen kommen überall vor, vereinzelt sind sie kein Problem», sagt Margie Koster vom Amt für Umwelt. Im Ziegelweiher sei nun aber eine Algenblüte im Gange. «Wenn das Wasser warm ist und es langsam Herbst wird, haben die Blaualgen ein optimales Umfeld, dann können sie sich ungehindert vermehren», so Koster.

Bereits vor ein paar Jahren sei dies im Ziegeleiweiher der Fall gewesen.

Algenart ist für Tiere gefährlich

Wenn die Blaualgen an die Wasseroberfläche kommen, verweesen sie. Die Algenart, die im Ziegeleiweiher vorkommt, stösst dann ein Gift aus. «Das Gift ist für Menschen kaum gefährlich», sagt Margie Koster. Es könnte in extrem hoher Kombination zu Ausschlägen führen. Schlimmer ist es für Tiere. «Hunde sollten zurzeit nicht aus dem Weiher trinken», rät die Expertin.

Gift geht wieder weg

Das Gift, das den Blaualgen entweicht, ist nur ein bis zwei Tage im Wasser. Allerdings verweesen nicht alle Algen im Weiher gleichzeitig. Daher kann es auch länger dauern, bis man im Weiher wieder schwimmen oder angeln darf.

Massnahmen werden nun durch das Amt für Umwelt und die Stadtverwaltung Kreuzlingen diskutiert.

So könnten die Blaualgen im Weiher aussehen. (Bild: NANA DO CARMO / TZ)
So könnten die Blaualgen im Weiher aussehen. (Bild: NANA DO CARMO / TZ)

Fabienne Engbers
Quelle: red
veröffentlicht: 10. August 2017 14:27
aktualisiert: 10. August 2017 14:48