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Graubünden

Abschuss nach Schafsrissen: Dem Wolf geht es an den Kragen

27. Juli 2021, 10:16 Uhr
Sie haben zahlreiche Schafe gerissen und zwei Esel sowie ein Kalb verletzt: Die Wölfe in Graubünden treiben in den letzten Wochen ihr Unwesen. Der Kanton hat mindestens einen Abschuss eingeleitet.
Im Prättigau darf ein Wolf, der zahlreiche Tiere gerissen hat, abgeschossen werden.
© Kanton Appenzell Ausserrhoden

Obwohl der Herdenschutz auf diesen Sommer hin auf vielen Bündner Alpen verstärkt wurde, zählte der Kanton in jüngster Zeit zahlreiche Risse von Nutztieren. Dazu wurden vor wenigen Tagen am Schamserberg zwei Esel von einem Wolf zum Teil schwer verletzt. Und auch vieles deutet darauf hin, dass ein Wolf auf Trimmiser Gemeindeboden ein Kalb verletzt hat. Der Kanton Graubünden zieht nun die Reissleine – zumindest im Prättigau.

Einzelwolf richtet Schaden an

Das Bündner Amt für Jagd und Fischerei hat nun Vollzugsmassnahmen eigeleitet. Im Prättigau soll der Einzelwolf, welcher zahlreiche Tiere gerissen hat, nun abgeschossen werden. Auch die Schadensschwelle in der Surselva sei erreicht, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Allerdings müsse noch abgeklärt werden, ob sich das Rudel in diesem Gebiet fortgepflanzt hat und wie viele Jungtiere geboren wurden. Zusätzlich prüft der Kanton, ob im Streifgebiet des Beverin-Rudels die Voraussetzungen für einen Abschuss gegeben sind.

Bund setzt Abschussschwelle runter

Hintergrund dieser Abschussanordnungen ist ein Bundesentscheid von Mitte Juli. Der Bund hat den Schwellenwert herabgesetzt, sodass die Kantone einen Abschuss einleiten können. Dies gilt aber nur für Wölfe, die Schaden stiften und verhaltensauffällig sind. Voraussetzung ist, dass die Nutztiere genügend geschützt wurden. Konkret durch Herdenschutzhunde oder Elektrozäune.

Im Januar wurde in St.Margrethenberg ein Wolf gesichtet:

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Quelle: zVg

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. Juli 2021 10:16
aktualisiert: 27. Juli 2021 10:16