An den Festtagen zog es viele ins Bündnerland

Lara Abderhalden, 2. Januar 2017, 18:29 Uhr
Zehn Prozent mehr Gäste sind über die Festtage nach Graubünden gekommen. Nicht nur lockten die guten Pistenverhältnisse sondern auch zugefrorene Seen. Dennoch: Die Saison startete schlechter als letztes Jahr. Es fehlt den Bündner Bergbahnen an Tagesgästen.

Sie kamen und das in Scharen. Über die Festtage konnten sich die Bergbahnen Graubünden nicht über fehlende Gäste beschweren. Im Gegenteil: Viel Sonne und gute Pistenverhältnisse hätten rund zehn Prozent mehr Gäste nach Graubünden gelockt. «Die Stammgäste genossen im Vergleich zum Vorjahr noch bessere Bedingungen», schreiben die Bergbahnen in einer Mitteilung. Ausserdem seien viele Seen zugefroren gewesen. Die schwarzgefrorenen Seen hätten viele zum Schlittschuhlaufen animiert.

Getrübt wird die positive Festtags-Bilanz allerdings von den ausbleibenden Tagesgästen: «Wir hatten über den ganzen Saisonstart hin gesehen weniger Gäste», sagt Martin Hug, Präsident der Bergbahnen Graubünden. Der Transportumsatz ging um fast 14 Prozent zurück. Auch die Anzahl der Ersteintritte verschlechterte sich um rund 13 Prozent.

Sorgen machen sich die Bergbahnen deshalb aber noch keine: «Ab dem nächsten Wochenende kommt die verschneite Winterlandschaft», so Martin Hug. Diese werde dann bestimmt auch vermehrt Tagestouristen ins Bündnerland locken.

Die Pistenverhältnisse seien schon jetzt sehr gut. Viele Besucher lobten die Schneeverhältnisse. Dank der kalten Temperaturen konnte perfekt beschneit werden. Die Beschneiung sei mittlerweile überlebenswichtig: «Der Gast will ein Schneeversprechen, das wir einhalten müssen. Dafür nehmen wir auch hohe Produktionskosten in Kauf.» Subventionen wollen die Bergbahnen keine. «Wir kommen selber für diese Kosten auf. Was wir aber wollen ist, dass unsere Investitionen vor unnötiger Bürokratie geschützt werden.»

Lara Abderhalden
Quelle: red.
veröffentlicht: 2. Januar 2017 18:18
aktualisiert: 2. Januar 2017 18:29