Bänke abgebrochen und Abfall liegenlassen

Angela Mueller, 14. Mai 2019, 19:31 Uhr
Dieses Bänkli im Unterstand des Eisplatzes Bonaduz wurde mutwillig zerstört.
Dieses Bänkli im Unterstand des Eisplatzes Bonaduz wurde mutwillig zerstört.
© Facebook/Gemeindebetriebe Bonaduz Rhäzüns
Verschmierte Wände und zersplitterte Holzbänke – damit sind die Gemeindebetriebe von Bonaduz/Rhäzüns immer wieder konfrontiert. Das kostet Nerven und geht ins Geld.

«Kaum ein Wochenende ohne Vandalismus», schreiben die Gemeindebetriebe Bonaduz/Rhäzüns auf ihrer Facebookseite. Zwei Bankreihen beim Unterstand des alten Eisplatzes wurden während des letzten Wochenendes mutwillig abgebrochen. Schon letztes Jahr wurden die Bänke Opfer von Vandalismus, erst im Herbst waren sie neu montiert worden.

Auch hat jemand «seinen halben Hausrat» illegal entsorgt. Vandalismus sei ein Problem, das in der Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe, sagt Andi Weber, Leiter der Gemeindebetriebe Bonaduz/Rhäzüns gegenüber südostschweiz.ch.

Dies kostet die Gemeinde jährlich mehrere zehntausend Franken. Bereits der Schaden beim Unterstand des alten Eisplatzes beläuft sich auf 1500 Franken. Für die Kosten müssen letztlich die Steuerzahler aufkommen.

Doch das ist nicht das einzige Problem. Diese Zerstörungslust und das Littering nerven die Gemeindearbeiter. Je öfter man etwas reparieren müsse, desto mehr sinke auch die Motivation bei den Mitarbeitern der Gemeinde. «Sie merken einfach, dass die Arbeit nicht wirklich geschätzt wird», sagt Weber.

Immerhin in Sachen Littering bekommen die Gemeindearbeiter mehrmals im Jahr Unterstützung von Primarschülern. Bei solchen Aktionen wird Abfall auf Gemeindegebiet gesammelt und entsorgt. So wurden kürzlich eine Waschmaschine und giftige Materialien in einem Tobel gefunden. Zur korrekten Entsorgung musste ein Helikopter eingesetzt werden. Kostenpunkt: rund 8000 Franken.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 14. Mai 2019 19:31
aktualisiert: 14. Mai 2019 19:31