Bär Meimo hat Zahn-OP gut überstanden

Fabienne Engbers, 13. April 2019, 20:30 Uhr
Bär Meimo musste heute unters Messer. Der Aroser Bär wurde unter anderem kastriert und seine Zähne wurden behandelt. Die Operation ist gut verlaufen, allerdings muss der Bär nochmals operiert werden.

Es wuselte heute im Bärenpark Arosa. Nebst Tierpflegern und Ärzten waren mehrere spezialisierte Ärzte und Teams bei der Operation von Bär Meimo dabei, fast ein Dutzend Ärzte und Assistenten standen im Einsatz. Während der Operation kam es zu Komplikationen, ansonsten sind die Ärzte zufrieden.

«Mundhygiene mangelhaft»

Vor allem Meimos Zähne waren eine Herausforderung für die Ärzte. Nachdem der Zahnarzt Meimos Zähne genauer inspiziert hatte, lautete sein Befund: «Mundhygiene mangelhaft». Weil ein Eckzahn des Bärs gebrochen war, musste dieser gezogen werden. Ausserdem lagen Nerven frei. Dies wurde anhand von mehreren Röntgenbildern festgestellt. «In Rückenlage den Unterkiefereckzahn zu ziehen, war anspruchsvoll», sagt der Zahnarzt Matthias Seewald. Letztlich habe aber alles gut geklappt. Ziel der Operation war es, dass Meimo keine Schmerzen mehr hat. Dies sei vermutlich gelungen, rekapitulierte der Zahnarzt die Operation.

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Quelle: CH Media Video Unit

240 Kilo auf dem OP-Tisch

Kurz vor 11.30 Uhr wurde Meimo narkotisiert. Danach mussten die Ärzte den 240 Kilogramm schweren Bär auf den Operationstisch hieven. Die Narkose habe gut gewirkt. So konnte auch die geplante Kastration durchgeführt werden, welche problemlos verlief.

Der Bär sollte nicht länger als zwei Stunden unter Narkose stehen, deshalb musste die Operation abgebrochen werden, bevor alle kaputten Zähne von Meimo behandelt werden konnten, eine zweite Operation am Gebiss ist daher nötig. Allerdings muss sich der Bär nun erstmal von seiner ersten Operation erholen, er verbringt die Nacht zugedeckt in seiner Höhle, wo er langsam aufwacht.

Auch Meimos Gspändli kommt unters Messer

Nach Meimo soll auch seine Gespanin Amelia operiert werden. Sie soll ebenfalls kastriert werden. Dies sei nötig, damit keine allfälligen wildlebenden Bären in Graubünden durch die Bärin angelockt werden. Durch die Kastration wird Amelia deutlich weniger weibliche Gerüche abgeben. Am selben Tag soll auch der Feinschliff an Meimos Gebiss über die Bühne gehen.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 13. April 2019 20:23
aktualisiert: 13. April 2019 20:30