Anzeige
Graubünden

Beim Finanzausgleich 2022 fliessen 61 Millionen Franken

2. September 2021, 11:49 Uhr
Die Bündner Regierung hat die Beiträge für den kantonalen Finanzausgleich 2022 festgelegt. Insgesamt fliessen 61 Millionen Franken zwischen den 101 Gemeinden und dem Kanton.
Beim Bündner Finanzausgleich fliesst auch Geld für topografische Nachteile. Im Bild die Bergeller Gemeinde Soglio. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die Gelder werden einerseits im Rahmen des Ressourcenausgleichs ausgeschüttet und andererseits als Gebirgs- und Schullastenausgleich. Beim Ressourcenausgleich werden die 62 als ressourcenschwach eingestuften Gemeinden mit 34 Millionen Franken unterstützt, wie die Standeskanzlei am Donnerstag mitteilte. Das sind 750'000 Franken mehr als im Vorjahr.

Knapp 20 Millionen Franken steuern dazu die 38 ressourcenstarken Gemeinden bei, der Kanton den Rest. Zusammen mit eigenen Ressourcen erreicht so jede Gemeinde eine finanzielle Mindestausstattung von 73 Prozent des kantonalen Durchschnitts.

Die Unterschiede zwischen den Gemeinden sind beträchtlich. Ferrera in der Region Viamala als stärkste Gemeinde hat ein 14 Mal grösseres Potenzial als die schwächste Gemeinde Furna im Prättigau.

Die Steuern der natürlichen Personen tragen rund zwei Drittel zum gesamten Ressourcenpotenzial bei. Weiter fliessen die Steuereinnahmen juristischer Personen, die Wasserzinsen sowie Steuerwerte von Liegenschaften in die Berechnungen ein.

Das Ressourcenpotenzial ist gegenüber dem Vorjahr über alle Gemeinden hinweg um drei Prozent auf 838 Millionen Franken angewachsen. Gründe für die Zunahme sind vor allem steigende Steuereinnahmen, aber auch veränderte Datengrundlagen als Folge einer Teilrevision des Finanzausgleich-Gesetzes.

Geld für Topografie, Schülerquote und Sozialhilfe

Vom Gebirgs- und Schullastenausgleich profitieren 44 Gemeinden. Sie erhalten total 24 Millionen Franken, gleich viel wie im Vorjahr. Das Geld stammt vollumfänglich vom Kanton. Unterstützt werden Gemeinden, die durch ihre Siedlungsstruktur, ihre geographisch-topografische Lage sowie durch ihre Schülerquote übermässig belastet werden. Am meisten erhalten Gemeinden in den Regionen Surselva und Prättigau/Davos.

Weiter haben Gemeinden, die überdurchschnittliche Ausgaben bei der Sozialhilfe haben, Anspruch auf einen Ausgleich. Hier erhalten 25 Gemeinden knapp drei Millionen Franken. 2 Millionen davon entfallen allein auf die Stadt Chur.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. September 2021 11:49
aktualisiert: 2. September 2021 11:49