Lenzerheide

Biker stehen Schlange – «Es könnte ein Rekordsommer werden»

20. Juli 2020, 16:33 Uhr
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Quelle: FM1Today

Die Lenzerheide profitiert in diesem Jahr von mehr Gästen aus der Schweiz. Besonders viele Bike-Touristen verschlägt es in die Bündner Berge. Für die Biketrails in der Region nehmen die Velofahrer auch längere Wartezeiten in Kauf.

Velo reiht sich an Velo auf der Lenzerheide. Der 2014 eröffnete Bikepark ist gut besucht. Bis zu 20 Minuten müssen die Zweiradpiloten warten, um eine Gondel auf das Rothorn zu erwischen. «Es ist schon nicht so nice, dass man so lange warten muss», sagt der 14-jährige Noah aus dem bernischen Mörigen. Für die Bike-Strecken auf der Lenzerheide nehme er dies aber gerne in Kauf.

«Man braucht Erholung für den Kopf»

Noah ist an diesem Tag nur einer von vielen, mit dem selben Gedanken. Auch Curdin Malär, selbst Bike-Guide auf der Lenzerheide, wartet auf die nächste Gondel: «Bei schönem Wetter – besonders vor dem Mittag – steht man so an. Wenn man im Bikepark ist, braucht man aber auch ab und zu ein bisschen Erholung für den Kopf. Deshalb ist das Anstehen gar nicht so schlecht.» Und auch für Malärs Bike-Schule läuft es nicht schlecht. An schönen Tagen seien die Plätze in der letzten Zeit immer ausgebucht.

Mehr Gäste aus Bern und der Westschweiz

Peter Engler, CEO der Lenzerheide Bergbahnen AG, bestätigt ein erhöhtes Besucheraufkommen diesen Sommer: «Zu dieser Jahreszeit haben wir immer viele Gäste. In diesem Jahr spüren wir aber, dass deutlich mehr Gäste aus der Schweiz – besonders aus dem Bernischen und der französischsprachigen Schweiz – auf der Lenzerheide sind.» Die gesteigerte Besucherzahl könne aber gut gestemmt werden. Auch weil es bei der Bergbahn getrennte Eingänge für Biker und Wanderer gibt. Täglich könnten die Bergbahnen bis zu 4000 Personen transportieren.

«Es gibt immer ein Prozent, das sich nicht an die Regeln hält»

Somit kämen alle auf ihre Kosten, sagt Engler und auch die Rückmeldungen der Gäste seien zum grössten Teil positiv: «Wenn, dann sind es Wanderer, welche sich über Biker beschweren, die auf den Wanderwegen fahren. Es gibt immer ein Prozent, das sich nicht an die Regeln hält.» Diese Wild-Biker sollen mit Hinweistafeln auf das korrekte Verhalten sensibilisiert werden.

Seit der Eröffnung des Bikeparks 2014 verzeichnet die Region jedes Jahr mehr Gäste. Diesem Aufwärtstrend macht auch die Coronakrise keinen Strich durch die Rechnung, sagt Engler: «Wenn es so weitergeht, werden wir in diesem Jahr einen Rekordsommer verzeichnen.»

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Juli 2020 17:25
aktualisiert: 20. Juli 2020 16:33