Coronavirus

Bündner Kulturschaffende dürfen auf deutlich mehr Geld hoffen

21. Oktober 2020, 15:02 Uhr
Bündner Kulturschaffende dürfen sich in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie auf mehr Unterstützung durch den Kanton freuen. Drei Millionen Franken jährlich oder insgesamt zwölf Millionen in den nächsten vier Jahren stellt ihnen das Kantonsparlament in Aussicht.

Wirklich beschlossen im Sinn einer Ausgabenverpflichtung für den Kanton sind die zusätzlichen drei Millionen Franken pro Jahr allerdings noch nicht. Der Grosse Rat fasste am Mittwoch mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss, der noch bestätigt beziehungsweise im Budget 2021 des Kantons für das kommenden Jahr umgesetzt werden muss. Diese Debatte wird kommenden Dezember geführt.

Bisher gab der Kanton etwas mehr als sechs Millionen Franken pro Jahr für kulturelle Zwecke aus. Nun stehen drei Millionen Franken pro Jahr mehr in Aussicht oder insgesamt zwölf für die Jahre 2021 bis 2024.

Lob für das Konzept

Das Geld zur Umsetzung des Förderungskonzepts war nicht unerwartet der umstrittene Teil der Vorlage. Zu entscheiden hatte der Rat am Mittwoch über drei Millionen Franken zusätzlich pro Jahr laut Vorschlag der Kommissionsmehrheit oder über eine Million Franken gemäss Antrag der Kommissionsminderheit. Der Rat folgte mit 78 zu 34 Stimmen der Kommissionsmehrheit.

Das Konzept, ohne den finanziellen Teil fand parteiübergreifend Zustimmung und Anerkennung im Kantonsparlament. Gegliedert ist es in drei Förderschwerpunkte, die mit konkreten Zielen untermauert werden. Gutgeheissen wurde das Konzept oppositionslos mit 106 Stimmen. «Kultur ist die Grundlage für unser Zusammenleben und damit systemrelevant», betonte Regierungsrat Jon Domenic Parolini.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. Oktober 2020 15:02
aktualisiert: 21. Oktober 2020 15:02