Nationalrat

Bündner Mitte-Politiker Martin Candinas ist neuer Nationalratspräsident

28. November 2022, 15:20 Uhr
Der Graubündner Mitte-Politiker Martin Candinas ist neuer Nationalratspräsident und damit für ein Jahr höchster Schweizer. Der Nationalrat wählte ihn am Montag mit 181 von 188 gültigen Stimmen.
Der Graubündner Mitte-Nationalrat Martin Candinas ist für ein Jahr der höchste Schweizer. (Archivbild)
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
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Candinas' Vorgängerin Irène Kälin (Grüne/AG) war vor einem Jahr mit 151 von 166 gültigen Stimmen gewählt worden. In seinen elf Jahren im Nationalrat setzte sich der 42-jährige Candinas vor allem für Berggebiete und auch für die Sprachenvielfalt ein. Rätoromanisch wird dank ihm im Parlament oft zu hören sein.

Denn als einer von bloss drei Rätoromanisch sprechenden Politikern in Bern eröffnet Candinas seine Reden und Sitzungen oft mit einem Satz in der vierten Landessprache, seiner Muttersprache. Dies tat er als Vizepräsident des Nationalrates und das möchte er auch in seinem Präsidialjahr tun, wie er selbst einmal sagte.

Martin Candinas hat erstmals im Dezember 2011 im Nationalratssaal Platz genommen und setzt sich seit elf Jahren für die Anliegen Graubündens und der Bergregionen ein.

© zVg

Erster Höhepunkt am 7. Dezember

Martin Candinas wird am nächsten Mittwoch, 7. Dezember, bereits ein erster Höhepunkt als Nationalratspräsident erleben. An jenem Morgen wird die Vereinigte Bundesversammlung die Nachfolge von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Ueli Maurer wählen.

(kop/sda)

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. November 2022 15:20
aktualisiert: 28. November 2022 15:20