«Cube»-Besitzer schulden 370'000 Franken

Krisztina Scherrer, 7. März 2019, 20:30 Uhr
Das «Cube» ist seit September 2018 geschlossen. (Archiv)
Das «Cube» ist seit September 2018 geschlossen. (Archiv)
© KEYSTONE/Arno Balzarini
370'000 Franken: Das ist die Summe der Betreibungen, welche die Besitzer des «Cube» in Savognin am Hals haben. Unter den Gläubigern ist unter anderem die Gemeinde Surses und auch die «Cube»-Angestellten warten noch auf ihre Löhne.

Das Design-und Sporthotel «Cube», das im September 2018 geschlossen wurde, steht vor einem grossen Schuldenberg. Die Gemeinde Surses fordert von der Savogniner S1 Hotelerrichtungs AG die grösste Summe: Total 150'000 Franken. Wie die «Südostschweiz» schreibt, gehe dies aus einem Betreibungsregisterauszug von Ende Januar hervor.

Offene Steuern und Kurtaxen

«Wir werden versuchen, diese Gelder auf dem Rechtsweg einzufordern», sagt Gemeindepräsident Leo Thomann gegenüber der «Südostschweiz». Laut Thomann dürfe es sich bei den 150'000 Franken um offene Steuern und ausstehende Kurtaxen handeln.

Streit mit Savogniner Bergbahnen

Auch die Savogniner Bergbahnen haben noch Geld zu gut: Seit Mitte März 2018 fordern diese von der «Cube»-Gesellschaft 65'000 Franken. Dabei soll es sich um nicht bezahlte Tickets handeln. Die Bergbahnen hätten laut Rudolf Tucek, dem Wiener S1-Chef, die Zusammenarbeit mit der S1 einseitig gekündigt. Deshalb sei das «Cube» nicht mehr in der Lage gewesen, sein Konzept in der gewohnten Qualität umzusetzen.

Tucek erklärte im Oktober 2018, dass die Bergbahnen die bestehende Preiszusicherungsvereinbarung, die den «Cube»-Gästen spezielle Konditionen am Berg garantierte, gebrochen hätte. Die S1 hatte deshalb einen Schaden von 500'000 Franken. Die Bergbahnen streiten dies ab. Weder die Savogniner Bergbahnen noch Rudolf Tucek wollten sich dazu äussern.

«Wir wurden immer noch nicht bezahlt»

Mindestens zwei der einstigen «Cube»-Angestellten haben eine Betreibung gegen die S1 eingeleitet. Diese warten noch auf den letzten Monatslohn. «Wir wurden immer noch nicht bezahlt», sagt der ehemalige Angestellte Florian Gabathuler gegenüber der «Südostschweiz». «Ich kann es nicht fassen, wie man in unserem Rechtsstaat damit durchkommt, Löhne und Schulden nicht zu begleichen. Und weder Gemeinde noch Kanton unternehmen etwas.»

Krisztina Scherrer
Quelle: red.
veröffentlicht: 7. März 2019 20:30
aktualisiert: 7. März 2019 20:30