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Skigebiet

Deshalb profitiert Samnaun vom österreichischen Lockdown

3. Dezember 2021, 07:52 Uhr
Samnaun und Ischgl haben ein gemeinsames Skigebiet und verschiedene Covid-19-Regeln. Wie Samnaun davon profitiert und mit den Covid-19-Regeln umgeht, hat der CEO der Bergbahnen Samnaun, Mario Jenal, in einem Interview mit der «Hotel Revue» verraten.
Wer einen 3-G-Nachweis hat, darf im Samnaun Skifahren.
© KEYSTONE/PPR/ANDREA BADRUTT

Die Ankündigung des österreichischen Lockdowns habe auf der Schweizer Seite für zusätzliche Buchungen gesorgt, sagt Mario Jenal, CEO der Bergbahnen Samnaun, gegenüber der «Hotel Revue». «Wir verzeichnen zum Saisonstart einen markanten Zuwachs an Gästen, die sonst auf der österreichischen Seite logieren. Viele kommen auch aus Deutschland.»

3G-Spezialkarte auf der Schweizer Seite

Die Silvretta-Arena, das gemeinsame Skigebiet von Samnaun und Ischgl, ist seit der Eröffnung der Schweizer Seite am 25. November ohne Zertifikat und die Gastronomie mit 3G-Regelung offen. Ab dem 3. Dezember, wenn Ischgl öffnet, gilt in der Silvretta-Arena die 2G-Regel. Auf der Schweizer Seite jedoch wurde eine 3G-Spezialtageskarte lanciert. «Der Entscheid für eine Spezialtageskarte zu stark reduziertem Preis in Samnaun ist fast parallel zur 2G-Regel gefallen», so Jenal. Die Karte funktioniert so: Auf Schweizer Boden dürfen nebst Geimpften und Genesenen auch Getestete Skifahren oder Snowboarden.

Rekordwinter sei unrealistisch

Mit der Spezialtageskarte will das Samnaun nicht nur die Pisten füllen. «Daran gekoppelt sind Restaurantbesuche, die Miete von Ferienwohnungen und Hotelnächte. Samnaun lebt zu 100 Prozent vom Tourismus, wir müssen auch in aussergewöhnlichen Situationen wie dieser Hand zu einer Lösung bieten.» Damit keiner mit einem 3G-Nachweis auf einmal auf der österreichischen Seite fährt, muss lediglich der Zugangsterminal umprogrammiert werden. «Ohne 2G-Zertifikat kommt niemand zum Zubringerlift.»

Obwohl sich Samnaun einiges überlegt hat, um die Leute auf die Schweizer Seite zu bringen, wäre es unrealistisch von einem Rekordwinter zu träumen: «Falls die epidemische Lage nicht wieder alles ändert, sind die Chancen intakt, dass wir uns dem ‹Normalmodus› nähern, mit täglich durchschnittlich 13'000 Gästen am Berg.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Dezember 2021 18:18
aktualisiert: 3. Dezember 2021 07:52