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Arosa

Erste Schritte nach langer Reise: Jambolina ist im Bärenland angekommen

11. Dezember 2020, 16:20 Uhr
Aus der Ukraine in die Schweiz gebracht: Zirkusbärin Jambolina ist am Freitag im Bärenland in Arosa angekommen. Nun muss sich die 11-jährige Bärin an ihre neue Umgebung gewöhnen, die letzten Monate musste das Tier in einem winzigen Käfig ausharren.
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Quelle: Arosa Bärenland

«Die Freude über die Ankunft von Jambolina in Arosa ist riesig. Nicht nur die Verantwortlichen vom Arosa Bärenland, sondern auch die Einheimischen fiebern regelrecht mit Jambolina mit», heisst es in einer Mitteilung des Arosa Bärenlandes. Das tragische Schicksal der Bärin habe mit der heutigen Ankunft im Arosa Bärenland ein Ende gefunden.

Jambolina brauchte wegen Corona ein neues zu Hause

In der Ukraine wurde Jambolina als Zirkusbärin gehalten. Aufgrund der Restriktionen durch das Coronavirus wurden viele öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Die Absagen hatten zur Folge, dass Jambolinas Besitzer keine Auftritte mehr tätigen konnte und er die Bärin nur noch in einem viel zu kleinen Käfig hielt. Dass dies kein Zustand auf Dauer ist, hat auch der Besitzer eingesehen und suchte nach einer Lösung. In enger Zusammenarbeit zwischen der Tierschutzorganisation Vier Pfoten und dem Arosa Bärenland wurde die Rettung der Bärin organisiert.

Hoffnung auf Winterschlaf

Nachdem Jambolina am Freitag ihr neues Zuhause bezogen hat, wird sie sich zunächst im Eingewöhnungsgehege aufhalten und von den Tierpflegern beobachtet werden. Naturgemäss starten die Bären ihre Winterruhe mit dem ersten grossen Schnee. Mit den am letzten Wochenende gefallenen Schneemengen dürfte es im Arosa Bärenland zu diesem Zeitpunkt nun gekommen sein. Damit auch Jambolina in den Rhythmus der Winterruhe kommt, werde man die Futterverteilung entsprechend steuern, erklärt der wissenschaftliche Leiter Hans Schmid. So könne man den natürlichen Instinkt der Bären wecken und hoffen, dass sich die bereits gut genährte Bärin Jambolina ganz natürlich für eine Winterruhe entscheidet.

Viel Freude für Bärenfans

Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären, freut sich über die Ankunft von Jambolina: «Wir können einem über lange Zeit eingesperrten Wildtier den nötigen Freiraum bieten und ihm so ein neues Leben ermöglichen. Dass wir gleichzeitig auch allen Bärenfans so viel Freude bereiten, ist natürlich umso schöner.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. Dezember 2020 16:20
aktualisiert: 11. Dezember 2020 16:20