Expansionspläne für die Polizeischule Amriswil

René Rödiger, 15. März 2017, 11:28 Uhr
Polizisten müssen den Umgang mit der Waffe regelmässig üben.
Polizisten müssen den Umgang mit der Waffe regelmässig üben.
© KEYSTONE//Ti-Press/Carlo Reguzzi
Der Platz auf den Waffenplätzen der Armee wird für Polizeiübungen knapp. Nun wird ein Ableger der Ostschweizer Polizeischule in Chur in Betracht gezogen.

Polizisten müssen regelmässig üben. Dass die Armee immer weniger Waffenplätze hat, merkt deshalb auch die Polizei. In der Dezember-Session hat deshalb der Graubündner Grossrat Andreas Felix (BDP) eine Anfrage an die Regierung eingereicht. Er will wissen, ob es noch genügend Platz für die polizeiliche Aus- und Weiterbildung gibt.

Laut der «Südostschweiz» heisst es nun in der Antwort der Regierung, dass die Polizei mit der Armee einen Vertrag für die Teilnutzung des Waffenplatzes Chur habe. Obwohl die Armee dort Vorrang geniesst, sei die Polizei «noch nie richtig angestanden», wird Kapo-Mediensprecher Roman Rüegg zitiert.

Die Polizisten im Kanton Graubünden üben im Rahmen des Ostschweizer Polizeikonkordates an mehreren Orten. So zum Beispiel in Amriswil, wo die Polizeischule zu Hause ist, und an Plätzen der Armee in Chur, St.Luzisteig, Walenstadt und S-Chanf.

Das Amt für Militär prüfe nun zusammen mit der Polizei die gemeinsame Nutzung des Areals Meiersboden bei Chur. Dort könnte ein Kompetenzzentrum inklusive Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten entstehen. Ein Solches gibt es für die polizeiliche Aus- und Weiterbildung bisher erst in der Polizeischule Ostschweiz in Amriswil. Die Polizeischule wird von den Mitgliedern des Polizeikonkordates Ostschweiz getragen. Dazu gehören die Kantone Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St.Gallen, Graubünden und Schaffhausen, das Fürstentum Liechtenstein und die Städte Chur und St.Gallen.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 15. März 2017 11:28
aktualisiert: 15. März 2017 11:28