Petition

Forderung nach Mehrweg statt Wegwerf in Chur

Angela Müller, 7. September 2019, 06:14 Uhr
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In St.Gallen ist man sich an die Mehrwegbecher und die dazugehörigen Pfandbatzen gewohnt.
© FM1Today
Feste gehören zu einer Stadt, doch auf die Abfallberge danach könnte man gut verzichten. Viele Schweizer Städte verpflichten deshalb die Veranstalter Mehrweggeschirr einzusetzen. Eine Petition verlangt dies nun auch in Chur.

«Wir müssen unbedingt weniger Abfall produzieren insbesondere an städtischen Veranstaltungen», sagt Reto Sommerau, Mitinitiator der Petition «Mehrweg statt Wegwerf». Der Petitionstext ist kurz und knapp: «Wir, die Unterzeichnenden, verlangen für alle bewilligungspflichtigen Veranstaltungen auf öffentlichem Grund in Chur die Pflicht zur Verwendung von Mehrweg- und Pfandgeschirr.»

Was in Chur per Petition gefordert wird, ist in vielen Städten Gang und Gäbe, zum Beispiel sind bei St.Galler Festen und Grossveranstaltungen ausschliesslich Mehrweggeschirr erlaubt. Auch Basel kennt das System. «Das muss doch auch in Chur möglich sein», sagt Reto Sommerau.

Druck auf die Politik ausüben

Online unterschrieben haben die Churer Petition nach wenigen Tagen bereits 450 Personen (Stand Freitag, 6. September), auf Papier dürften es schätzungsweise 900 sein. «Wir hoffen, möglichst tausende Unterschriften zusammen zu bekommen.»

Ziel ist es, die Petition am 24. Oktober bei der gemeinsamen Sitzung des Churer Stadtrats und des Gemeinderats einzureichen. «Je mehr Unterschriften wir haben, desto grösser wird der Druck auf die Politik.»

Breite Untersützung von Parteien und Umweltorganisationen

Die Idee für die Petition geht auf eine Jugendparlamentssitzung zurück. Diese hatte bereits vor einem Jahr eine solche Petition lanciert, die allerdings vom Parlament knapp abgelehnt wurde. Nun probieren es die Initianten Reto Sommerau und die Kunstschaffende Annatina Badrutt nochmals. Sie können dabei auf breite Unterstützung zählen: Zum Beispiel vom Jugendparlament, der Klimajugend, den jungen Grünen, den jungen Grünliberalen und verschiedenen weiteren Parteien und Umweltorganisationen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. September 2019 06:15
aktualisiert: 7. September 2019 06:14