Gebäudeschäden

Gebäudeversicherung senkt ab 2022 die Prämien

27. April 2021, 17:36 Uhr
In Graubünden brannte es 2020 weniger als erwartet.
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die Gebäudeversicherung Graubünden hat auch das Jahr 2020 mit einem Gewinn von vielen Millionen Franken abgeschlossen. Nun will die Versicherung die Prämien senken und die Benachteiligung von Holzbauten aufheben.

Die Gebäudeversicherung schloss das vergangene Jahr mit einem Gewinn von 27 Millionen Franken ab, wie sie am Dienstag mitteilte. Grund dafür waren Gewinne an der Börse und deutlich weniger Schäden als erwartet.

Aufgrund des 10-Jahres-Durchschnitts budgetierte die Gebäudeversicherung eine Schadenssumme von 20,1 Millionen Franken. Die Schäden beliefen sich dann aber nur auf 12,4 Millionen Franken. Für 9 Millionen Franken davon war Feuer verantwortlich und Schäden von 3,4 Millionen entstanden durch Naturgefahren.

Ausgaben hatte die Gebäudeversicherung zudem wegen der Corona-Pandemie. Zur Stützung der Volkswirtschaft verzichtete sie auf 100 Prozent der Versicherungsprämien 2021. Diese Prämien in der Höhe von 25 Millionen Franken deckt die Versicherung aus dem Gewinn des Jahres 2019. Der belief sich auf sehr hohe 52,5 Millionen

Prämien sollen sinken

Angesichts der Gewinne sitzt die Versicherung trotz des internen Millionenabschreibers auf üppigen Reserven. Sie liegen sogar an der gesetzlich erlaubten Obergrenze.

Die Versicherung will deshalb ihre Prämien dauerhaft senken. Für das Jahr 2022 beantragt sie bei der Kantonsregierung eine langfristige Prämiensenkung von 19 Rappen auf 17 Rappen pro 1000 Franken Versicherungssumme.

Noch viel stärker sinken sollen die Prämien für Holzbauten, da diese in Zukunft gemäss einer Einheitsprämie für alle Gebäude versichert werden. Die Versicherungsklasse für Holzgebäude wird aufgehoben und die Prämie für sie von 39 Rappen auf ebenfalls 17 Rappen gesenkt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. April 2021 17:36
aktualisiert: 27. April 2021 17:36