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Booster und Masken

So greifen die Kantone im FM1-Land gegen Corona durch

25. November 2021, 14:31 Uhr
Alle Bündnerinnen und Bündner ab 16 Jahren können ab Montag eine Auffrischungsimpfung erhalten. Ziel dieser Massnahme sei es, die Überlastung des Gesundheitspersonals zu verhindern und die Wintertourismussaison sicher zu gestalten. Von einschneidenden Massnahmen wie Verboten sieht der Kanton ab.
Ab Montag sollen in Graubünden alle Personen ab 16 Jahren eine Booster-Impfung erhalten können.
© Keystone

Die Fallzahlen müssen im Kanton Graubünden sinken. Um dies zu erreichen, baut der Kanton das Angebot an Booster-Impfungen aus, wie es in einer Mitteilung heisst. «Die Verantwortlichen erwarten, dass bis spätestens Anfang kommender Woche alle Bewilligungen des Bundes vorliegen, um alle Personen ab 16 Jahren mit einer Drittimpfung versorgen zu können, deren Grundimmunisierung länger als sechs Monate her ist.» Graubünden ist somit der erste Kanton, der die Booster-Impfung für alle zur Verfügung stellt.

Booster in Impfzentren, Hausarzpraxen und Apotheken

Angeboten werden die Impfmöglichkeiten in den neun Bündner Impfzentren, bei Hausärztinnen und Hausärzten sowie in Apotheken. Vor den Feiertagen sollen so viele Einwohnerinnen und Einwohner wie möglich eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischimpfung erhalten.

Die Bündner Regierung plant ausserdem in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Graubünden (KSGR), medizinisches Fachpersonal für zwei zusätzliche Betten in der Intensivstation zu rekrutieren. Zurzeit sind im Kanton Graubünden Personal und Betten für maximal 16 Intensivpflegeplätze vorhanden.

Booster für alle im Thurgau

Auch der Kanton Thurgau will ab Montag die Boosterimpfung für alle Altersgruppen öffnen. Bisher war diese nur für Personen über 65 Jahren erhältlich, vom Angebot haben vergangene Woche rund 5800 Leute Gebrauch gemacht. Täglich registrieren sich 400 bis 600 Personen für eine Auffrischimpfung, wie der Kanton mitteilt.

«Wir machen, was möglich ist, und prüfen auch zusätzliche Kapazitäten», sagt Urs Martin, Chef des Departements für Finanzen und Soziales. Die Öffnungszeiten des Impfzentrums werden auf sieben Tage von 8 bis 20 Uhr ausgedehnt.

St.Galler Schulen setzen doch wieder auf Masken

Der Kanton St.Gallen hingegen gibt am Donnerstag bekannt, die Massnahmen – zumindest an den Schulen – zu verschärfen. Ab Montag gilt wieder eine allgemeine Maskenpflicht in der Volksschule und auf der Sekundarstufe II. Die Massnahme gilt sowohl für Lehrpersonen als auch für die Kinder und Jugendlichen auf der Volksschul-Oberstufe und der Sekundarstufe II. Keine Maskenpflicht besteht im Sportunterricht. Allerdings sind Kontaktsportarten in Innenräumen verboten.

Weitere Massnahmen behält sich der Kanton St.Gallen vor. «Die St.Galler Regierung hat verschiedene Aufträge an die zuständigen Stellen erteilt, diese aufzugleisen. Sie wird diese beschliessen und kommunizieren, wenn dies die Lage erfordert», schreibt der Kanton. Gegenüber SRF sagt der St.Galler Gesundheitschef Bruno Damann: «Wir sind nahe dran, drastischere Massnahmen zu ergreifen.»

Der Bundesrat hat am Mittwoch angekündigt, die Verschärfung der Massnahmen den Kantonen zu überlassen:

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Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 25. November 2021 09:25
aktualisiert: 25. November 2021 14:31