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Graubünden: Studie soll Lösungen für A13-Verkehrschaos bringen – aber erst in einigen Jahren

A13

Studie soll Lösungen für Verkehrschaos bringen – aber erst in einigen Jahren

· Online seit 03.04.2023, 05:50 Uhr
Die A13 in Graubünden wird an Ferienwochenenden regelmässig von Blechlawinen überrollt. Das sorgt in den Gemeinden entlang der Autobahn nicht nur für Stau und Ausweichverkehr, sondern vor allem für Ärger. Eine Pilotstudie soll langfristige Lösungen bringen – doch bis etwas Nachhaltiges vorliegt, dauert es noch einige Jahre.
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Am Osterwochenende dürften sich wieder hunderte, wenn nicht tausende Menschen mit ihren Autos über die A13 auf den Weg ins Tessin machen. Ganz zum Leidwesen der Bevölkerung in den Gemeinden entlang der Autobahn. Denn noch immer gibt es keine wirkliche Lösung für das Verkehrschaos. Das Bundesamt für Strassen (Astra) rechnet bereits ab Mittwoch mit «langen Staus und grossen Verkehrsbehinderungen».

Bisherige Massnahmen werden recycelt

Damit die Autos nicht wieder in die Gemeinden ausweichen und diese verstopfen, verlängert der Kanton die bisherigen Massnahmen. Konkret heisst das: Zwischen Bonaduz und Rhäzüns gibt es eine Durchfahrtssperre. Bei der Ausfahrt Zizers, der Ausfahrt Chur Süd, vor dem Ortseingang Domat/Ems, bei der Ausfahrt Reichenau und der Ausfahrt Bonaduz wird der Verkehr dosiert. Die Durchfahrten werden gesperrt, um den Ausweichverkehr in die Siedlungsräume zu reduzieren.

Entlang der A28 bleiben die Massnahmen des letzten Pilotversuchs bestehen. Erneut stehen das vordere Prättigau und die Sperrung diverser Ausfahrten wie Jenaz, Schiers, Seewis, Ganda und Landquart im Fokus.

Für die einen schnell, für die anderen nicht schnell genug

Den Gemeinden reichen die Massnahmen aber nicht, nachhaltige Lösungen müssen her. Dazu hat das Astra eine Projektstudie gestartet, wie sie am Donnerstag mitteilt. Nach mehreren runden Tischen soll die Studie jetzt langfristige Lösungen bringen. Ziel ist die Erarbeitung einer «umweltverträglichen und volkswirtschaftlich vertretbaren Lösung, um eine funktionsfähige Nationalstrassen-Verbindung sicherzustellen und den Ausweichverkehr durch die Ortschaften zu vermeiden».

«Die Ergebnisse der Studie sollen bereits 2026 – eine umweltverträgliche und volkswirtschaftlich vertretbare Lösung vorausgesetzt – Eingang in die nächste STEP-Botschaft finden oder genauer: konkretisiert werden», schreibt Thomas Rohrbach vom Astra auf Anfrage.

Ein Faktenblatt vom Astra zeigt, dass die A13 zwischen Reichenau und Rothenbrunnen bereits in STEP aufgeführt ist, jedoch in der Rubrik «weitere Realisierungshorizonte», also weit nach 2040.

Parallel dazu will der Kanton Graubünden bereits früher umsetzbare Massnahmen erarbeiten, um den Ausweichverkehr über die Ortsdurchfahrten bestmöglich unterbinden zu können.

veröffentlicht: 3. April 2023 05:50
aktualisiert: 3. April 2023 05:50
Quelle: FM1Today

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