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Graubünden

Künstliche Intelligenz im Schweizerischen Nationalpark

2. Juli 2021, 14:55 Uhr
Künstliche Intelligenz soll künftig Tiere auf Fotofallen des Schweizerischen Nationalparks erkennen. Das Pilotprojekt aus Graubünden soll später weltweit eingesetzt werden.
Ein Reh tappt im Schweizerischen Nationalpark in eine Fotofalle. Künstliche Intelligenz soll künftig die Tiere auf den Fotofallen erkennen.
© Schweizerischer Nationalpark

150 Fotofallen hielten in den letzten drei Jahren auf 1,5 Millionen Fotos Tiere des Schweizerischen Nationalparks fest. Mitarbeitende des Parks hätten tausende Arbeitsstunden in die Auswertung dieser Fotos investiert, erklärte Hans Lozza, Leiter Kommunikation des Schweizerischen Nationalparks, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die fotografisch erfassten Tiere mussten erkannt und in eine Datenbank abgelegt werden, um Statistiken zur Verbreitung und Veränderung der Tierbestände zu erhalten. Diese Arbeit soll künftig die künstliche Intelligenz übernehmen. Ein Programm, welches die Tiere selber erkennt und die Bilder an den richtigen Ort speichert.

Künstliche Intelligenz müsse Stück für Stück dazulernen, so Lozza. Darum werde in dieser Pilotphase das System von Mitarbeitenden begleitet. Die dadurch eingesparten Ressourcen könne man dann anderweitig einsetzen. Dies sei eine grosse Erleichterung.

Später solle das System weltweit zum Einsatz kommen, beispielsweise auch beim Kampf gegen die Wilderei in Afrika, sagte Lozza. Ziel sei es, mit dem System Know-How für den Naturschutz zu gewinnen.

Die Technologie hinter der künstlichen Intelligenz liefert Huawei. Weiter ist die International Union for Conservation of Nature (IUCN) am Projekt beteiligt. Zusammen mit Huawei schufen sie die «Tech4Nature»-Partnerschaft, die in fünf verschiedenen Ländern Technologie im Sinne des Naturschutzes erprobt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Juli 2021 15:10
aktualisiert: 2. Juli 2021 14:55