Seilbahn

Mehrere Fehler führten zum Beinahe-Unglück in Laax

19. Januar 2022, 08:06 Uhr
Eine Gondel hat auf dem Weg von Laax zum Crap Sogn Gion beinahe den Boden berührt. Jetzt liegt die interne Untersuchung vor. Es zeigt sich, dass mehrere Fehler zum Zwischenfall führten.
Die Gondel habe zu keinem Zeitpunkt den Boden berührt. (Archivbild)

Dass die Gondel von Laax zum Crap Sogn Gion überhaupt überladen werden konnte, liegt laut der internen Untersuchung daran, dass die Lastmesseinrichtung defekt war. Das berichtet die NZZ, der der Bericht vorliegt. Die Einrichtung hätte Alarm schlagen sollen, wenn ein gewisses Gewicht überschritten wird.

Transport ohne Sicherheitssystem

Das Messgerät funktionierte schon länger nicht mehr und wurde deshalb bereits im Dezember ausgeschaltet. Für den Personentransport ist eine solche Lastmesseinrichtung nicht vorgeschrieben.

Allerdings wurde für diese Gondel fälschlicherweise kein Verbot für Unterlastentransporte ausgesprochen.

Gewicht falsch berechnet

Für das Laax Open wurde am 5. Januar, am Tag des Zwischenfalls, viel Material auf den Berg transportiert. Der zuständige Maschinist berechnete jedoch das Gewicht falsch. In der Folge touchierte die Last der Gondel mehrere Bäume, der Gondelführer fuhr jedoch weiter. Ein weiteres Versäumnis. Erst als die Last den Boden berührte, wurde die Gondel gestoppt.

Beim Zwischenfall stürzte eine Frau durch die Notbremsung der Gondel und wurde verletzt. Sonst hält sich der Schaden in Grenzen, lediglich ein Gitter der Last wurde leicht eingedrückt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 19. Januar 2022 07:25
aktualisiert: 19. Januar 2022 08:06
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