Wasserkraft

Millioneninvestitionen für Bündner Wasserkraftwerke

6. Oktober 2022, 16:41 Uhr
Die Bündner Wasserkraftwerke Filisur und Tiefencastel benötigen neue Schaltanlagen. 13 Millionen Franken investiert die Albula-Landwasser Kraftwerke AG (ALK) dafür. Die beiden Kraftwerke liefern Strom für 90'000 Vierpersonenhaushalte.
Um den Strom aus Wasserkraftwerken ins Stromnetz zu speisen, braucht es Schaltanlagen. Zwei solche werden nun für insgesamt 13 Millionen Franken in Filisur und Tiefencastel gebaut. (Symbolbild)
© KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN
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Die ALK gehören zu 75 Prozent der Axpo. Diese schrieb am Donnerstag in einer Mitteilung, dass bei den beiden Kraftwerken neue 50-Kilovolt-Schaltanlagen gebaut werden. Diese sind das Bindeglied zwischen Kraftwerk und Stromnetz und sorgen dafür, dass der Strom eingespiesen werden kann.

Da die Anlagen von Grund auf neu gebaut werden, können die Kraftwerke auch während der Bauphase von August 2023 bis Mai 2024 Strom produzieren. Die nötigen Baubewilligungen liegen bereits vor. Der Stromertrag der Kraftwerke bleibe gleich, bestätigte die Axpo auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das Kraftwerk in Filisur ist noch bis 2046 konzessioniert. Jenes in Tiefencastel bis 2068. Danach hat der Kanton Graubünden den Heimfall angemeldet. Das bedeutet, dass Kraftwerke nach Ablauf der Konzessionsdauer an das Gemeinwesen zurückgehen. Danach sollen die Werke unter neu ausgehandelten Bedingungen wieder konzessioniert werden mit dem Kanton und den Gemeinden als Mehrheitsaktionären. Bei den ALK handelt es sich um ein solches Partnerwerk, das zu 75 Prozent der Axpo, zu rund 15,8 Prozent dem Elektrizitätswerk Davos, zu 5 Prozent dem Kanton und zu rund 4,3 Prozent den Konzessionsgemeinden gehört.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. Oktober 2022 16:45
aktualisiert: 6. Oktober 2022 16:45