Bärenland Arosa

Napa und Amelia sind aus der Winterruhe erwacht

Stefanie Rohner, 18. April 2020, 15:26 Uhr
Napa und Amelia haben ihre Winterruhe beendet. Nun fehlt nur noch Meimo.
© Instagram/Arosa Bärenland
Napa, der Bär des Bärenlandes Arosa, ist am Dienstag aus dem Winterschlaf aufgewacht und war zunächst der einzige. Amelia und Meimo schliefen noch, doch schon am Donnerstag traf Napa auf Amelia.

Wenn der Schnee zu schmelzen beginnt und die Temperaturen steigen, kommen die Bären in Arosa langsam in die Gänge. Napa und Amelia sind bereits aktiv, Neimo lässt sich da noch etwas Zeit. «Napa hat scheinbar Frühlingsgefühle gespürt. Und er hat Amelia gerochen, die ihr Winterruhe-Quartier von der Box hinaus in eine Felsspalte verlegt hat. Das ist ein schönes Zeichen, da wir möchten, dass die Bären draussen ihre Winterruhe halten. Napa hat drei Tage versucht, in die Felsspalte zu gelangen. Als er er schliesslich schaffte, zogen die beiden gemeinsam herum», sagt Pascal Jenny, Kurdirektor und Gründer des Bärenlandes.

Amelia und Napa haben ihre Winterruhe offiziell beendet. Die Bären sind zwar auch im Winter ein wenig aktiv, indem sie sich täglich etwas bewegen und aus der Winterbox rausschauen, die Aktivitäten sind aber sehr gering. «Wenn ein Bär mehr als 200 Gramm kotet, wissen wir, dass er wieder aktiv wird und regelmässig frisst», sagt Jenny.

«Meimo spürt den Frühling noch nicht»

Die Bären sind zeitlich im normalen Rahmen aktiv geworden. Nur Meimo zeigt sich noch nicht. «Aber das ist nicht unüblich, wir haben das angenommen. Vom Charakter her ist er nämlich der gemütlichste und trägste Bär von den dreien», sagt Jenny. Er wiege noch immer 200 Kilogramm und erst wenn er an Gewicht verliert, kommt der Drang, Futter zu suchen.

Das Aussengehege konnte in diesem Jahr bereits Mitte Februar geöffnet werden. «Wir dürfen es dann öffnen, wenn die Schneehöhe unter 1.60 Meter liegt. Ist dies der Fall, ist das Aussengehege immer offen, die Bären sollen machen können, was sie wollen». sagt Jenny.

Napa etwas träger als sonst

Sobald Meimo sich aufraffen kann, ist das Trio komplett. Allerdings fehlt dennoch etwas: die Besucherinnen und Besucher. Das stört die Bären im Allgemeinen natürlich nicht, Jenny sagt aber, dass sich das bei Napa bemerkbar macht.

«Er ist als ehemaliger Zirkusbär an Menschen gewöhnt. Ich habe das Gefühl, das merkt man ihm nun an, er scheint etwas träger als sonst zu sein. Es kann wirklich sein, dass ihm die Menschen fehlen», sagt Jenny.

Nun da die Wintersaison am Freitag fertig wäre, merke man, dass das Interesse der Leute am Bärenland Arosa wieder zugenommen hat.

«Wir stellen aber auch fest, dass die Leute vermehrt zu Hause sind. Wir haben viele Mails erhalten, auch bevor die Bären wieder aktiv geworden sind. Die Leute wollten wissen, ob die Winterruhe beendet ist und wie es den Tieren geht. Die Zugriffe auf unsere Kanäle haben auf jeden Fall zugenommen», sagt Jenny.

Meimo hat sich bislang noch nicht aus der Winterruhe aufgerafft.

© zVg

«Noch sind wir von der Situation nicht direkt betroffen» 

Im Bärenland Arosa haben sich Sorgen und Nervosität noch nicht ganz so breit gemacht. Die Eröffnung des Bärenlands ist jeweils Mitte Juni, daher ist es von den Massnahmen des Bundes aktuell noch nicht betroffen. «Wir machen uns natürlich Gedanken darüber, wie wir alles handhaben, sollte es dann noch immer Beschränkungen der Besucherzahlen oder ähnliches geben», sagt Jenny.

Er sagt, sollten im Sommer keine Gäste kommen können, werde es das Bärenland auch treffen. Doch die Informationen des Bundesrates vom Donnerstag zeichnen ein gutes Bild ab, denn Museen, Zoos und Bibliotheken sollen ab dem 8. Juni wieder öffnen. «Wir leben zu 50 Prozent von Spenden und zu 50 Prozent von den Eintritten. Wir sind aber positiv gestimmt», sagt Jenny.

Neues im Bärenland: ein Abenteuerweg

Jenny hofft, dass auf den Sommer alles klappt, denn es gibt etwas Neues im Bärenland. «Wir planen einen Abenteuerweg, bei dem die Besucher die Möglichkeiten haben, noch näher in die Bärenwelt einzutauchen. Gerade auf das Nordgehege, das waldig und felsig ist, hat man dann besseren Einblick und andere Beobachtungspunkte. Wir hoffen, dass wir bis im Sommer damit fertig sind», sagt Jenny.

Wer jetzt schon einen Blick auf die Bären werfen möchte, kann das natürlich auf den Social Media-Kanälen der Bärenlandes Arosa machen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. April 2020 16:23
aktualisiert: 18. April 2020 15:26