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Ostschweizer Skigebiete: Nicht die Deutschen kommen, sondern die Schweizer

17. Januar 2022, 19:33 Uhr
Entgegen einem Bericht von SRF stürmten dieses Wochenende nicht übermässig viel Deutsche oder Österreicherinnen die Ostschweizer Skigebiete. Eine Nachfrage bei den Bergbahnen zeigt, die Schweizerinnen und Schweizer sorgten dieses Wochenende für rekordverdächtige Besucherzahlen.
So sah es dieses Wochenende in vielen Ostschweizer und Bündner Skigebieten aus.
© Keystone

«Super Wetter, sehr gute Pistenverhältnisse und rekordverdächtige Besucherzahlen», zieht Tobias Schulz, Leiter Marketing der Bergbahnen Pizol, Bilanz. Diesen Samstag und Sonntag stürmten Skifahrerinnen und Skifahrer regelrecht die Ostschweizer und Bündner Skigebiete. Am Sonntagabend hiess es in der Tagesschau auf SRF: «Deutsche Touristen stürmten Schweizer Skigebiete.» Das sei schlicht falsch, sagt Stefan Reichmuth, Leiter Marketing der Skigebiete Arosa Lenzerheide: «Der Grossteil waren dieses Wochenende Schweizer Gäste.»

Schweiz statt Ausland

«Man merkt schon, dass weniger Schweizer im Ausland Ski fahren», sagt Reichmuth. Besonders die restriktiveren Corona-Massnahmen in Österreich oder Deutschland schrecken viele ab. Das stellt auch Urs Gantenbein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bergbahnen Wildhaus, fest: «Die Leute kommen vor allem aus der Ostschweiz. Dieses Wochenende waren es kaum die Deutschen oder Österreicherinnen.»

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Quelle: CH MediaVideo Unit / Melissa Schumacher

Die Pandemie ist für die Skigebiete eine Chance

Dass viele Schweizerinnen und Schweizer aktuell im Inland Ski fahren, könnte auch längerfristig etwas verändern. «Es ist eine grosse Chance für uns. Wir können den Schweizerinnen und Schweizern zeigen, dass man nicht immer im Ausland auf die Piste muss», sagt Stefan Reichmuth vom Skigebiet Arosa Lenzerheide. «Nach der Pandemie bleibt vielleicht der eine oder andere Schweizer Gast bei uns im Skigebiet.»

Hoffen auf das Wetter

Das letzte Wochenende lässt die Skigebiete nach den letzten harten Corona-Monaten wieder positiv in die Zukunft blicken. «Es kommt natürlich auf das Wetter an, aber grundsätzlich schauen wir jetzt beruhigt auf die letzten Wochen der Saison», sagt Reichmuth. Auch Tobias Schulz, Leiter Marketing Pizol, ist guter Dinge: «Wir sind im Moment sehr optimistisch und rechnen mit einer sehr guten Saison.»

(noh)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Januar 2022 19:33
aktualisiert: 17. Januar 2022 19:33
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