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Postauto richtet Krisenstab ein

René Rödiger, 17. Januar 2019, 09:25 Uhr
Nach dem Grossbrand im Postauto-Depot in Chur wurden in der Nacht auf Donnerstag Ersatzfahrzeuge bereitgestellt. Damit soll der Betrieb sichergestellt sein.
Das Busdepot der Postauto-Station in Chur stand am Mittwochabend in Flammen. Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen von einem brennenden Postauto auf die Halle übergegriffen. Es soll beim Brand kleinere Explosionen gegeben haben. Die umliegenden Häuser wurden evakuiert, rund 50 Personen konnten bis am Donnerstagmorgen noch nicht zurück in ihre Wohnungen, wie René Schuhmacher, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, zu FM1Today sagt. Ein Polizist der Stadtpolizei Chur musste mit Atembeschwerden ins Spital eingeliefert werden.
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Wie Katharina Merkle, Mediensprecherin der Postauto AG, gegenüber FM1Today bestätigt, fahren die Fahrzeuge am Donnerstag trotzdem nach Fahrplan. «Es wurden Ersatzpostautos aus anderen Betrieben nach Chur gebracht.» Ein Krisenstab sucht derzeit intensiv nach Lösungen für die nächsten Tage und Wochen: «Wir schauen wie wir den Fahrplan sicherstellen können, damit die Reisenden dann fahren können, wenn sie es geplant haben» sagt Merkle.  Skitouristen müssen am Wochenende flexibel sein.

Bis zwanzig neue Fahrzeuge beschafft seien, dauere es eine Weile. «Wir müssen schweizweit schauen, wo wir Fahrzeuge herbekommen», sagt Merkle. Die Garage sei die wichtigste für die Linien ab Chur, sowohl für Pendlerinnen als auch für den Tourismus - beispielsweise, um in die Lenzerheide zu gelangen. Auch materiell ist der Schaden gross, er belaufe sich auf mehrere Millionen Franken, so Merkle.
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Mehrere Busse waren im Depot untergebracht. In der Halle standen über zwanzig Postautos, zu reparierende Fahrzeuge und auch Privatfahrzeuge. Alle brannten komplett ab. Eine Tankstelle, die in der Halle integriert ist, konnte geschützt werden und wurde nur oberflächlich beschädigt. Insgesamt dürfte der Schaden mehrere Millionen Franken betragen.

Im Einsatz stand die Gesamtfeuerwehr Chur, die Feuerwehr Domat/Ems-Felsberg sowie die Betriebsfeuerwehr Ems Chemie.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 17. Januar 2019 05:42
aktualisiert: 17. Januar 2019 09:25