Arosa

Sind die Skiferien noch sicher? Der Kurdirektor von Arosa erklärt

Linda Aeschlimann, 28. Januar 2021, 16:41 Uhr
Nachdem in Arosa in mindestens 20 Fällen das mutierte Coronavirus nachgewiesen wurde, ist die Verunsicherung gross. Kurz vor den Skiferien sendet der Kurdirektor aber positive Signale. Appelliert jedoch an die Einheimischen und die Gäste, bei den Flächentests teilzunehmen.
Trotz Virusmutation: Bis auf weiteres bleibt das Skigebiet Arosa offen.
© Keystone

Der Blick nach draussen motiviert den Kurdirektor von Arosa Pascal Jenny. Noch selten in seinen 15 Jahren im Job in Arosa habe es so wunderbar und stundenlang geschneit. Doch drinnen beschäftigt ihn das Coronavirus. Respektive das mutierte Virus, das an einer Schule in mindestens 20 Fällen nachgewiesen wurde.

Herr Jenny, wie nehmen Sie aktuell die Stimmung wahr, nachdem in Arosa die mutierte Virusvariante nachgewiesen wurde?

Niemand in Arosa ist erfreut über die positiven Coronafälle in der Schule Arosa. Gleichzeitig spürt man aber, dass die breit abgestützte Krisenarbeit der Gemeinde Arosa sehr gut funktioniert und Vertrauen schafft. In Kombination mit dem Covid-19 erprobten Kanton Graubünden ist die Situation rasch unter Kontrolle gebracht worden. Die Teilnahme an den Flächentest von Freitag und Samstag ist für Einheimische und Gäste unbestritten und dient dazu, dass Arosa weiterhin sicher ist.

Aus touristischer Sicht kommen diese Resultate bestimmt gerade zum «dümmsten» Moment, oder wie beurteilen Sie das?

Ja. Das ist so. Ein bereits herausfordernder Winter im nahezu 100 Prozent vom Tourismus abhängigen Ferienort stellt sich nun der nächsten Challenge.

Pascal Jenny ist der Kurdirektor von Arosa und schon 15 Jahre in der Feriendestination tätig.

© Keystone

Dank der raschen Reaktion und der guten Erfahrungen aus ähnlichen Fällen im Kanton Graubünden sind wir überzeugt, am Sonntagabend nach den Flächentests weitere positive News kommunizieren zu können. Wir erwarten, dass der Ferienmonat Februar nicht beeinträchtig ist.

Wie reagieren aktuell die Touristen und die Tourismusbetriebe in Arosa?

Unsere Betriebe sind dankbar für die Arbeit und klaren Anweisungen aus dem Covid-19-Stab Arosa. Auch für die Gäste haben wir rasch ein Informationsschreiben erstellt. Wir alle sind uns nach der langen Zeit an Covid-News gewöhnt und wissen, wie man sich verhalten muss.

Was raten Sie den «Unterländern», welche die Skiferien in Arosa verbringen möchten?

Das Wintersportangebot ist zugänglich und geöffnet. Unter der strikten Einhaltung der Hygiene und erprobten Schutzkonzepte können die Skiferien in Arosa weiterhin genossen werden.

Wie viele Stornierungen verbuchen Sie schon? Rechnet man in Arosa mit vielen Stornierungen?

Das können wir nicht in Zahlen für die Destination sagen. Auf dem offiziellen Arosa Buchungsportal haben wir nur eine Stornierung erhalten. Wir haben aber natürlich viele Rückfragen von Gästen. Diese sind beruhigt und dankbar, dass wir Ihnen die Details zur Situation und den Flächentests erläutern und halten an der Buchung fest. Das empfehlen wir auch allen.

(Das Interview wurde schriftlich geführt)

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. Januar 2021 16:43
aktualisiert: 28. Januar 2021 16:43
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