Sozialhilfe

Sozialhilfequote in Chur gesunken

27. Oktober 2020, 12:09 Uhr
In Chur ist die Sozialhilfequote 2019 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Armutsgefährdet sind nach wie vor Alleinerziehende, Alleinlebende sowie Ausländerinnen und Ausländer. (Themenbild)
© KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF
In Chur ist die Sozialhilfequote 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 3,2 auf 2,9 Prozent gesunken. Alleinerziehende, Alleinlebende sowie Ausländerinnen und Ausländer sind einem hohen Risiko ausgesetzt, von der Sozialhilfe abhängig zu werden.

Nach Angaben der Behörden der Stadt Chur vom Dienstag haben Haushalte mit minderjährigen Kindern ein doppelt so hohes Sozialhilfe-Risiko wie Haushalte ohne Minderjährige. Besonders betroffen seien Eineltern-Haushalte, die nach einer Trennung oder Scheidung von Frauen geführt würden. Beinahe jeder vierte Eineltern-Haushalt in Chur beziehe Sozialhilfe, Tendenz steigend.

Dreimal höheres Risiko für Geschiedene

Nicht einfach ist die Situation ausserdem oftmals für Personen, die alleine leben. Geschiedene in Chur sind drei Mal mehr dem Risiko ausgesetzt, in die Armut abzurutschen wie Verheiratete.

Armutsgefährdet sind des Weiteren Ausländer und vor allem Ausländerinnen. Sprachkenntnisse und Bildungsniveau spielen dabei die grösste Rolle, unabhängig von der Nationalität.

Unter die Lupe genommen wurde zudem die Bezugsdauer von Sozialhilfe. Dabei zeigte sich, dass Alleinerziehende und Flüchtlinge besonders lange auf Sozialhilfe angewiesen sind. Bei Alleinerziehenden deshalb, weil sie mit Betreuungspflicht stark belastet sind, bei Flüchtlingen wegen der geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. Oktober 2020 12:09
aktualisiert: 27. Oktober 2020 12:09