Strassensperrungen und eingeschneite Hütten

Laurien Gschwend, 4. Januar 2018, 16:07 Uhr
Wegen der Lawinengefahr sind derzeit mehrere Strassen gesperrt. (Bild aus dem Tessin)
© Keystone/Gabriele Putzu
Auf den Sturm folgt das Verkehrschaos: Weil wegen der starken Schnee- und Regenfälle die Lawinengefahr erhöht ist, sind verschiedene Strecken in Graubünden gesperrt.

«Die momentane Wettersituation beschert den Autofahrern Probleme», sagt Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden. Lawinenforscher seien zum Schluss gekommen, dass die Kombination aus Schnee und Regen die Lawinengefahr stark erhöht. «Aus Sicherheitsgründen können gewisse Strassen nicht befahren werden.»

Dorf von Aussenwelt abgeschnitten

Die Sperrungen betreffen laut Walser beispielsweise die Region Prättigau und das Unterengadin. Das Dorf St. Antönien im Prättigau ist derzeit komplett von der Aussenwelt abgeschieden, die Rhätische Bahn kann auf der Berninalinie nicht verkehren. «Aktuell ist unklar, wie lange die Situation andauert», sagt der Polizeisprecher.

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Im Skigebiet eingeschneit

Auch in den Skigebieten ist die Lage derzeit angespannt. Die Parsennhütte in Davos ist weder via Skipiste noch via Bergbahn erreichbar, wie Pächter Urs Schmidt im Interview mit «Radio Südostschweiz» erzählt. Mit rund 20 Angestellten müsse er im Berggasthaus ausharren, was aber kein Problem darstelle - es seien genügend Vorräte da. «Die Leute können sich schon einen oder zwei Tage beschäftigen.»

Umsatz fehlt

Das grössere Problem: Aufgrund des schlechten Wetters bleibe der Umsatz an sonst gut besuchten Tagen aus. «Wir rechnen mit einem Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.» Ob die Pisten morgen präpariert werden können, sei noch unklar. «Wir machen Mise-en-Place und warten auf das schöne Wetter, das am Wochenende kommen soll», meint Schmidt.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 4. Januar 2018 16:07
aktualisiert: 4. Januar 2018 16:07