Trauermarsch nach Todesfall am Maiensäss

Laurien Gschwend, 25. Mai 2019, 19:35 Uhr
Nachdem ein 14-Jähriger an der Churer Maiensässfahrt tödlich verunglückt ist, ruft der Bekanntenkreis der Opferfamilie zu einem Trauermarsch auf. Am Sonntag soll der Bub «zurück in die Gemeinschaft der Stadtbevölkerung getragen werden».

Ein Schüler stürzte zweihundert Meter in die Tiefe: Der Schock nach dem tödlichen Unfall auf der Maiensässfahrt in Chur vom Donnerstagnachmittag sitzt noch immer tief. Nun rufen Bekannte der Opferfamilie zu einem Trauermarsch auf, wie die Churer Stadtkanzlei am Samstagabend mitteilt. «Nachdem David der einzige war, der nicht mit den anderen zurückkehrte, soll er symbolisch von allen Mittrauernden zurück in die Gemeinschaft der Churer Stadtbevölkerung getragen werden», heisst es im Schreiben.

«Tief betroffen»

Der Stadtrat unterstützt die Gedenkveranstaltung und übernimmt deshalb die Organisation. «Der Stadtrat und die Stadtschule sind tief betroffen und sprechen den Angehörigen ihre tief empfundene Anteilnahme aus.» Zuvor waren die Behörden dafür kritisiert worden, den Umzug trotz des tödlichen Unglücks auf der Wanderung durchgeführt zu haben. «Um ein Durcheinander oder im schlimmsten Fall eine Massenpanik zu verhindern, haben wir am Ablauf festgehalten», sagte Stadtrat und Schulvorsteher Patrik Degiacomi (FM1Today berichtete).

Route an Maiensäss angelehnt

Die Route des Trauermarsches ist eng an die Maiensäss-Tradition angelehnt. Besammlung ist morgen Sonntag, 26. Mai, um 17 Uhr bei der Churer Stadthalle. Bereits ab 12 Uhr liegt in der Regulakirche bis zur späteren Trauerfeier ein Kondolenzbuch öffentlich auf.

Route im Detail

Stadthallenareal (Besammlung um 17 Uhr) – St.Margrethenstrasse – Obertor – Obere Gasse – Martinsplatz – Poststrasse – Postplatz – Alexanderplatz – Quaderstrasse – Quaderwiese

Laurien Gschwend
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 25. Mai 2019 18:13
aktualisiert: 25. Mai 2019 19:35