Graubünden

Zwei Jungwölfe des Beverinrudels erlegt

2. August 2022, 09:12 Uhr
Die Wildhut des Kantons Graubünden hat in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August zwei Jungwölfe des Beverinrudels erlegt. Es ist das Ziel des Kantons, das gesamte Rudel zu entfernen.
Der Bund bewilligte Mitte Juli den Abschuss zweier Jungwölfe des Beverinrudels. (Symbolbild)
© Keystone

Innert weniger Tage Mitte Juli hatte das Beverinrudel auf zwei Alpen in deren Streifgebiet zwei ausgewachsene Mutterkühe und davor eine hohe Zahl an Schafen gerissen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte auf Gesuch des Kantons Graubünden den Abschuss zweier Jungwölfe aus dem Beverinrudel bewilligt.

«Die Wildhut konnte die beiden Jungwölfe in der Nacht auf den 1. August auf der Stutzalp in unmittelbarer Nähe einer Schafherde erlegen», schreibt der Kanton Graubünden. Die beiden erlegten Wölfe werden nun für die pathologische Untersuchung an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) in Bern überführt. Die genetische Untersuchung wird am Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne vorgenommen. Die Wildhut überwache das Streifgebiet des Rudels weiterhin intensiv, insbesondere um weitere Erkenntnisse zu dessen aktueller Reproduktion zu erhalten, heisst es vom Kanton.

Das Beverinrudel zeigt seit mehreren Jahren eine «zunehmend konfliktträchtige Entwicklung», schreibt der Kanton. Aus fachlicher Sicht sei zu erwarten, dass diese Entwicklung alleine durch Jungtierabschüsse nicht zu verhindern sei. «Das Ziel des Kantons bleibt deshalb, im Rahmen der schweizerischen Rechtsordnung, die Entfernung des gesamten Beverinrudels und der Abschuss des besonders auffälligen Vatertiers M92», heisst es vom Kanton.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. August 2022 08:13
aktualisiert: 2. August 2022 09:12
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