Zweites Bündner Wolfsrudel nachgewiesen

Laurien Gschwend, 19. Dezember 2018, 10:59 Uhr
Im Herbst wurden auf einer Bündner Alp drei tote Jungwölfe gefunden. Nun bestätigen die genetischen Untersuchungen, dass sie nicht zum Calandarudel gehören – im Kanton gibt es demnach ein zweites Wolfsrudel.

Die drei Jungwölfe, die im Herbst von der Trinser Alp gestürzt sind, sind laut dem Bündner Amt für Jagd und Fischerei keine Nachkommen der beiden Elternteile M30 und F07 des Calandarudels. Dies habe die DNA-Analyse ergeben. «Somit bestätigt sich der Verdacht, dass sich in diesem Jahr in Graubünden auf dem Gemeindegebiet von Trin ein neues Wolfsrudel gebildet hat», heisst es am Mittwoch in einer Mitteilung. Bislang sei nicht bekannt, ob zu diesem Wolfsrudel weitere Jungtiere gehören und wo die beiden Eltern sind.

Ermittelt wird auch noch die Todesursache der drei toten Jungwölfe. Durch den Absturz hatten sie Hautschürfungen und Knochenbrüche erlitten. Die Ergebnisse zur Staupe-Untersuchung sind laut dem Kanton noch offen.

Das Amt für Jagd und Fischerei geht davon aus, dass in nächster Zeit in Graubünden «wahrscheinlich mit weiteren Wolfsrudeln gerechnet werden» könne.

Laurien Gschwend
Quelle: Kanton GR/red.
veröffentlicht: 19. Dezember 2018 10:06
aktualisiert: 19. Dezember 2018 10:59