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St.Gallen

Grösserer Spielraum für die Aussengastronomie – auch nach Corona

10. Januar 2022, 19:20 Uhr
Zumindest etwas Gutes hatte die Pandemie bis anhin. Die Beizen und Bars haben mehr Freiraum erhalten, ihren Aussenbereich zu gestalten, sprich sie dürfen mehr Raum für ihre Tische und Stühle nutzen. Dies hat merklich zu einer grösseren Belebung der St.Galler Innenstadt geführt. Die Politik fordert nun, die neuen Regeln definitiv einzuführen. Doch die Details müssen noch geklärt werden.
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Quelle: tvo

Die Restaurants in St.Gallen können seit gut zwei Jahren einen grösseren Raum rund um ihr Lokal beanspruchen, und zwar ohne der Stadt mehr Miete dafür bezahlen zu müssen. Diese neuen Regeln sind aufgrund der Pandemie entstanden. So kann der notwendige Abstand zwischen den Gästen eingehalten werden, ohne dass die Gastrobetriebe zu viele Sitzplätze verlieren. Dies hat zu einer belebteren und attraktiveren Innenstadt geführt.

«Wir haben uns sehr gefreut, dass der Stadtrat ebenfalls die belebende Wirkung der Aussengastronomie positiv gewürdigt hat», sagt Beat Rütsche, Mitte-Stadtparlamentarier. Nicht nur das: Auch der Stadtrat ist grundsätzlich gewillt, der Gastronomie auch künftig mehr Raum im Aussenbereich zu gewähren. Nun müssen im Stadtparlament aber noch die Details geklärt werden.

Mehr Raum beanspruchen und mehr Sitzplätze schaffen

Geht es nach dem Willen der bürgerlichen Politikerinnen und Politiker, sollen künftig die Restaurants nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Tische und Stühle draussen aufstellen dürfen. Dies würde heissen, dass auch mehr Gäste künftig im Aussenbereich bedient werden können. Doch dieses Ansinnen wird von der linken Seite nicht unterstützt.

SP-Politiker Gallus Hufenus, selbst Gastronom, möchte nicht noch zusätzliche Plätze im Aussenbereich schaffen. Mehr Raum für die Gäste im Aussenbereich führe zu einem viel besseren Ambiente. Hufenus gibt auch zu bedenken, dass die Erweiterung von Sitzplätzen nicht überall sinnvoll ist: «Leute, die sich einfach auf öffentlichen Plätzen treffen wollen, dürfen nicht verdrängt werden.» Er führt als Beispiel den kleinen Park beim Bahnhof an. «Erhält dort das Restaurant noch mehr Raum, können sich die Leute nicht mehr auf die öffentlichen Bänke setzen.»

Stadtparlament muss das Geschäft beraten

Rütsche rechnet aber damit, dass der Markt das Problem regeln dürfte und nicht die Gefahr besteht, dass sich zu viele Gäste in der Innenstadt tummeln werden. «Ich glaube nicht, dass es überborden wird. Die Gastronominnen und Gastronomen werden für die Erweiterung wieder zahlen müssen, sobald die Pandemie vorbei ist.»

Das Geschäft wird am Dienstag im Stadtparlament diskutiert, ein Entscheid wird aber noch nicht erwartet.

(tvo/agm)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Januar 2022 19:15
aktualisiert: 10. Januar 2022 19:20