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Wegen Corona-Massnahmen

Grosse Unsicherheit: Fasnächtler warten auf Bundesentscheid

4. Januar 2022, 20:09 Uhr
Für viele Fasnachtsbegeisterte herrscht rund ein Monat vor der fünften Jahreszeit noch viel Ungewissheit. Wie und ob die Fasnachtsanlässe stattfinden können, hängt von den kommenden Bundesratsentscheiden bezüglich der Corona-Massnahmen ab.
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Quelle: tvo

Kostüme, Konfetti und gute Laune: Auf dem Dorfplatz in Mels, wo sich zur Fasnacht normalerweise tausende von Leuten treffen, könnte es in diesem Jahr – ein weiteres Mal – anders aussehen. Eine Absage ist möglich. «Es ist sehr ungewiss. Wenn man sich den Verlauf der Pandemie anschaut, wird es eher schwierig werden. Ganz die Hoffnung aufgeben, wollen wir aber nicht», sagt Marco Ackermann, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Mels, gegenüber TVO.

3G, 2G oder 2G-plus in Mels?

Der Umzug in Mels ist bereits abgesagt. Für die Fasnacht selbst gibt es aber noch Hoffnung. Eine Idee wäre, ein Areal einzuzäunen und dort, je nach Entscheid des Bundesrats, eine 3G-, 2G- oder 2G-plus-Regel einzuführen. Allerdings ist es fraglich, ob die Gäste so überhaupt in Fasnachtsstimmung kommen. «Wir wissen nicht, ob die Leute das überhaupt mitmachen. Man muss sich also überlegen, ob man den Aufwand überhaupt betreiben will», sagt Ackermann.

Umzug in Altstätten noch nicht abgesagt

Eine andere Fasnachtshochburg ist Altstätten. Die Planung der diesjährigen Ausgabe ist schon abgeschlossen. Vorgesehen ist ein Aussenbereich mit Ständen, Guggen, Live-Musik und vor allem: Kontrollen. Jetzt wartet das Organisationskomitee den nächsten Bundesratsentscheid ab. «Wir planen schon seit August. Die aktuelle ist wahrscheinlich die fünfte Variante der Durchführung, die wir geplant haben. Das OK war gefordert, weil es immer wieder neue Gegebenheiten gab», sagt Alex Zenhäusern, OK-Präsident des Röllelibutzvereins Altstätten. Der Umzug in Altstätten ist noch nicht fix abgesagt, auch wenn die OK-Mitglieder eher schwarz sehen.

Nur Innerrhoder Gruppen in Appenzell

Auch in Appenzell soll es in diesem Jahr eine Fasnacht geben. Dort werden Gruppen im Dorf platziert und die Gäste können an ihnen vorbeigehen. Ausserdem werden nur Fasnachts-Gruppen aus Innerrhoden zugelassen. So erhoffen sich die Innerrhoder Fasnächtler, die Corona-Situation unter Kontrolle zu haben.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 4. Januar 2022 20:52
aktualisiert: 4. Januar 2022 20:09