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SUV-Diskussion

Grosser Klapf – mehr Parkgebühren: Dieser Vorschlag spaltet die Meinungen

Linda Aeschlimann, 13. November 2020, 15:09 Uhr
Wer ein grosses Auto fährt, soll mehr bezahlen fürs Parkieren. Diesen Vorschlag aus Basel prüft gerade die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK). In der Ostschweiz sind die Politiker geteilter Meinung.
In Basel wird über eine höhere Parkgebühr für SUV diskutiert. (Symbolbild)
© Keystone

Der grosse «Klapf»: Er gehört beinahe zum guten Ton für eine mittelständige Schweizer Bilderbuch-Familie. Rares Gut sind hingegen in vielen Innenstädten die Parkplätze. Wer nun mehr Platz beim Parken braucht, soll auch mehr dafür bezahlen.

Der Basler Grosse Rat hat diese Woche entschieden, einen Auszug, der Parkgebühren nach Grösse des Autos abstufen will, an die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission des Bundes zu überweisen. Die UVEK prüft nun diesen Vorschlag.

Profitieren sollen all jene, die auf flächeneffiziente Autos setzen.

Idee in der Ostschweiz vorantreiben

In der Ostschweiz gibt es bis jetzt keinen solchen Vorstoss. Basel war und ist verkehrspolitisch fortschrittlich, findet der St.Galler SP-Kantonsrat Ruedi Blumer. Auch diese Idee gefällt ihm: «Wer eine grössere Wohnung hat, bezahlt auch mehr. Wieso soll das bei den Autos anders sein?»

Ruedi Blumer ist sich bewusst, dass die Abstufung, ab welcher Grösse ein Auto als gross gilt, schwierig zu vorzunehmen ist. «Vielleicht wäre das System am Anfang nicht perfekt. Aber man könnte es immer wieder aus- und verbessern.»

Nur die Stadt profitiert

Überhaupt nichts von diesem Vorschlag hält St.Galler SVP-Kantonsrat Erwin Böhi. «Die Leute mit SUV schrecken höhere Parkgebühren nicht ab. Nur die Stadt würde von den höheren Einnahmen profitieren. Sonst niemand.» Weiter findet Böhi, dass es reichen würde, dass SUV-Besitzer schon heute mehr Steuern auf ihr Auto bezahlen müssten.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 15. November 2020 06:55
aktualisiert: 13. November 2020 15:09