Gastrogewerbe

Hat PSG Löhne und Pacht nicht gezahlt?

5. Oktober 2019, 08:23 Uhr
Hotel Seeburg Luzern
Das Hotel Seeburg in Luzern wird in der Weihnachtszeit jeweils aufwendig geschmückt.
© Keystone/Sigi Tischler
Die St.Galler Gastrofirma PSG hat in Luzern offenbar Pachtzinsen und Löhne nicht gezahlt. Der Hotelbesitzer der Seeburg, die von der PSG gepachtet wurde, hat den Vertrag gekündigt, der Streit beider Parteien endete vor Gericht.

Zahlreiche Missstände habe die PSG in Luzern zu verantworten, sagt eine Person, die anonym bleiben möchte, zum Tagblatt. Unter anderem soll der Pachtzins, welchen die PSG Gastro AG an die Seeburg Hotels AG entrichten sollte, nicht bezahlt worden sein.

Kündigung, unbezahlte Löhne und Reklamationen

2017 hat die Peter Schildknecht Gastronomie aus St.Gallen das Stadtluzerner Hotel gepachtet. Ende des Jahres 2017 soll die PSG gegen 50 Kündigungen ausgesprochen haben, im Hotel haben rund 80 Personen gearbeitet. Der St.Galler Gastrounternehmer habe zudem etliche Löhne nicht gezahlt, wie der anonyme Informant berichtet. Ausserdem habe es vermehrt Reklamationen zu Hotelevents gegeben.

Nach einem Jahr Pacht hat der Luzerner Seeburg-Besitzer den Vertrag mit der PSG aufgelöst, diese Kündigung hat der St.Galler Unternehmer vor Gericht angefochten. Das Gericht entschied für die Luzerner, die Kündigung ist rechtens.

Marke Seeburg hat unter PSG gelitten

Gegenüber dem Tagblatt bestätigt der Präsident der Seeburg Hotels AG die Vorwürfe, dass der Pachtzins früh ausblieb. Auch einzelne Löhne seien nicht bezahlt und Kündigungen seien ausgesprochen worden.

Die Besitzer bedauern nebst den finanziellen Unstimmigkeiten auch den Image-Verlust. Die Marke Seeburg habe unter der Pacht der PSG stark gelitten. Das habe man nicht länger zulassen können.

PSG spricht von guter Beziehung

Von alledem will die Peter Schildknecht Gastronomie nichts wissen. Die Beziehung zum Hotel-Seeburg-Besitzer sei gut. Zu den Vorwürfen nimmt Hauptaktionär Peter Schildknecht keine Stellung. «Ich will und muss die Öffentlichkeit nicht nutzen, um Diskussionen zu führen», sagt er zum Tagblatt.

Weiter spricht er von einem grossem Erfolg in Luzern, man realisiere mit der Seeburg eine Erfolgsgeschichte.

(enf)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 5. Oktober 2019 08:23
aktualisiert: 5. Oktober 2019 08:23