Hitze setzt Gleise ausser Gefecht

Fabienne Engbers, 8. Juli 2017, 12:22 Uhr
Gleisbauer müssen das kaputte Gleis in der Nacht wieder reparieren. (Archiv)
Gleisbauer müssen das kaputte Gleis in der Nacht wieder reparieren. (Archiv)
© FM1Today/Fabienne Engbers
Zwischen Frauenfeld und Weinfelden mussten die Bahngleise am Freitag ganz schön schwitzen. Es wurde so heiss, dass Schienen beschädigt wurden. Auch am Samstag ist mit Einschränkungen zu rechnen, wie die SBB mitteilt.

Die Hitze hat die SBB-Gleise in der Ostschweiz nachhaltig beschädigt. Auch am Samstag fallen einige Züge aus: Zwischen Frauenfeld und Müllheim, Wigoltingen auf der Linie Winterthur nach Weinfelden ist die Strecke für den Bahnverkehr nur beschränkt befahrbar. Die S 30 von Winterthur nach Frauenfeld und Romanshorn fällt zwischen Frauenfeld und Weinfelden aus.

Behinderungen dauern an

Reisende von Frauenfeld nach Weinfelden reisen via IR Konstanz nach Zürich HB. Reisende von Weinfelden nach Frauenfeld und Winterthur reisen via IC Romanshorn, teilt die SBB am Samstagmorgen mit. Wie lange die Behinderungen dauern werden ist zurzeit nicht bekannt. «Die SBB werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Gleise flicken», wie SBB-Sprecher Reto Schärli am Samstagmorgen zu FM1Today sagt.

Wenn es im Schatten 30 Grad warm ist, dann ist Schwitzen angesagt. Das geht nicht nur uns Menschen so, sondern auch der Natur und allem, was sich draussen befindet. «Die Bahngleise werden an Tagen wie heute etwa 60 bis 80 Grad heiss», sagt Reto Schärli, Mediensprecher der SBB AG. Bei Felben-Wellhausen  hat dies zu einer Gleisverwerfung geführt.

Gleis wird geflickt

«Das Gleis hat sich wegen der Hitze ganz leicht verschoben», sagte Reto Schärli am Freitagabend. Dies führt bereits dazu, dass Züge nicht mehr völlig gefahrlos über das Gleis fahren können. In der Nacht wird die Gleisverwerfung repariert. «Das Gleis muss nicht ersetzt werden, es wird wieder repariert und es wird Schotter unter das Gleis gestopft, damit es wieder am richtigen Ort bleibt», so Schärli.

Lokführer sehen das sofort

Aufgefallen ist die Verwerfung einem Lokführer. «Ein erfahrener Lokführer bemerkt so eine Veränderung sofort», sagt Reto Schärli. Der Lokführer habe die Zentrale alarmiert, der nächste Zugführer sei dann sehr langsam über das Gleis gefahren und habe den Verdacht bestätigt. Seit diesem Zeitpunkt ist die Strecke zwischen Frauenfeld und Weinfelden nur noch auf einem der zwei Gleise befahrbar.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 7. Juli 2017 20:41
aktualisiert: 8. Juli 2017 12:22