Nacht des Ostschweizer Fussballs

Hüppi gewinnt Prix Courage – Patrick Sutter Ostschweizer Fussballer des Jahres

Sven Lenzi, 30. Oktober 2022, 17:49 Uhr
An der zehnten Nacht des Ostschweizer Fussballs kommen der Präsident und der Rechtsverteidiger des FC St.Gallen zu Ehren. Zur Spielerin des Jahres im Jahr 2022 wird Valeria Iseli gekürt, sie spielt ebenfalls für den FCSG.
Der Rechtsverteidiger des FC St.Gallen sprach auf der Bühne auch über seine Frisur.
© St.Galler Tagblatt, Benjamin Manser
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Einmal mehr ist die Nacht des Ostschweizer Fussballs ein äusserst stimmiger Anlass und ein voller Erfolg, schreibt das St.Galler Tagblatt. Dazu kommt der rekordhohe 110'000-Franken-Scheck an das Nachwuchsprojekt Future Champs Ostschweiz, den die Charity-Veranstaltung an diesem Samstagabend generiert. Die schmissige Musik spielt zu später Stunde die Mundartband Hecht, durch den Abend mit Nachspielzeit führt SRF-Moderator Lukas Studer.

«Ich allein bin ja nicht der Obelix»

1200 Gäste sind in der Olma-Halle 9.1. zugegen, als Matthias Hüppi an der Fussballgala gleich den ersten Preis erhält: Den Prix Courage, welcher das allererste Mal verliehen wird und den es in dieser Form vielleicht auch nicht mehr gibt. Hüppi, überrascht und von Laudator wie Freund Bernhard Russi geehrt, hat nicht nur die Euphorie rund um den FC St.Gallen zurückgebracht.

Vor allem hielt er in Bern den auf den Platz drängenden Mob davon ab, nach dem verlorenen Cupfinal gegen Lugano Schlimmeres zu verursachen und einen immateriellen Schaden dem Klub zuzufügen. Matthias Hüppi sagt: «Das alles war nur mit der Hilfe anderer Personen möglich, ich allein bin ja nicht der Obelix.»

Sutter zieht es durch

Fussballer des Jahres wird Patrick Sutter, er folgt damit auf Alessio Besio. Sutter ist 23 Jahre alt, kommt aus Rheineck und hat bewiesen, was mit Beharrlichkeit, Fleiss und Ehrgeiz möglich ist. Heute, nach Umwegen über Winterthur oder Brühl, ist er Stammspieler des FC St.Gallen. Und an diesem Abend ist «Sutti» mit seiner unverblümten, ehrlichen Art vielleicht sogar der Hauptact. Auf jeden Fall hätte er auch den Preis für den grössten Charme verdient.

Funktionär des Jahres ist Ernst Kocherhans vom FC Bischofszell, dem er seit 1962 angehört. Mannschaft des Jahres das Team Rheintal-Bodensee U15, Schiedsrichter 2022 Thomas Rudolf von FC Sevelen, der seit 23 Jahren der Chef an der Pfeife ist.

Dazu wird auch noch Martin Schönenberger, der geistige Vater und OK-Präsident der Fussballgala, mit dem Lifetime-Award geehrt. Dieser Preis ist ebenfalls neu, fraglich, ob es ihn weiterhin geben wird. Schönenberger, der viel für den FC St.Gallen getan hat, verdient ihn jedenfalls. Dennoch bleibt ungewiss, wie lange der frühere Verwaltungsrat des FCSG der Fussballgala noch voransteht.

Ostschweizer Fussballerin des Jahres

Zum Schluss hat Valeria Iseli den grossen Auftritt. Sie wird Fussballerin des Jahres und spielt beim FC St.Gallen, wobei sogar Familienangehörige aus Australien extra für die Preisverleihung angereist sind. Iseli hat mit elf Toren in der Vorsaison überzeugt im NLA-Team. Und sie ist Bayern-München-Fan. Wer weiss, welches der nächste Schritt der 27-Jährigen sein wird.

Quelle: St.Galler Tagblatt
veröffentlicht: 30. Oktober 2022 17:19
aktualisiert: 30. Oktober 2022 17:49