Ostschweiz

In der (Ost-)Schweiz wird gestrampelt – Velofahren liegt laut Umfrage im Trend

Mobilität

In der (Ost-)Schweiz wird gestrampelt – Velofahren liegt laut Umfrage im Trend

· Online seit 11.04.2024, 16:35 Uhr
Vier von fünf Personen besitzen in der Schweiz ein Velo. Das zeigt eine neue Umfrage, welche den Bezug der Schweizer Bevölkerung zum Radsport untersucht hat. Auch in der Ostschweiz ist das Fortbewegungsmittel beliebt. An einen Helm denken dabei jedoch noch lange nicht alle.
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Ein eigenes Velo hat in der Schweiz gefühlt jeder im Keller, oder? Eine im März durchgeführte repräsentative Umfrage vom Marktforschungsinstitut GfK beantwortet diese Frage mit «Ja».

79 Prozent von insgesamt 2009 befragten Personen haben nämlich angegeben, dass sie ein Velo besitzen, also 1587 der befragten Leute. Oder anders gesagt: Vier von fünf Personen sind im Besitz eines Zweirads.

«Praktischer, umweltfreundlicher und günstiger»

Wie oft das Velo dann tatsächlich benutzt wird, geht aus der Umfrage leider nicht hervor. Dafür aber die häufigsten Beweggründe: «Einerseits sehen wir, dass insbesondere in den Städten viele Leute das Velo dem Auto vorziehen, weil es praktischer, umweltfreundlicher und günstiger ist. Andererseits stellen wir fest, dass das Velofahren immer häufiger fester Bestandteil des persönlichen Fitnesstrainings ist und daher viele Personen beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen oder mit dem Fahrrad in der Natur unterwegs sind», sagt Christian Bättig, Experte für Radsport bei der Fachstelle «Swisspo», welche die Umfrage in Auftrag gegeben hat.

In der Umfrage nennen

  • 39 Prozent den Kopf lüften
  • 33 Prozent Zeit in der Natur verbringen
  • und 31 Prozent die eigene Fitness

als grösste Motivation fürs Velofahren. Wie sieht es bei dir aus?

BMX im Thurgau auf Vormarsch

Dass so viele Leute in der Schweiz ein Velo besitzen, zeige, wie beliebt die Sportart ist. Sie treffe eben den heutigen Zeitgeist, so Radexperte Bättig. Ein zunehmendes Interesse am Radsport im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist jedoch nicht spürbar. Zumindest bei den Thurgauer Velovereinen.

Der Präsident von Thurgau Cycling, Christian Arenz schreibt auf Anfrage: «In den Vereinen stellen wir bis jetzt noch nicht grosse Veränderungen fest, da Radfahren meistens sehr individuell stattfindet. Den grössten Zulauf in den letzten Jahren stelle ich jedoch beim BMX fest.»

Helm kommt auf vielen, aber nicht allen Köpfen vor

An einen Helm denken dabei noch lange nicht alle. Wie Bättig mitteilt, zeigt man sich zwar erfreut darüber, dass fast drei Viertel einen Helm besitzen und dieser auch von zwei Drittel davon bei jeder Fahrt getragen wird.

Besonders im sportiven Bereich würden die meisten Velofahrerinnen und Velofahrer einen Kopfschutz tragen. Er ordnete dies zusammenfassend als «gute Werte» ein. Eine höhere Quote wäre jedoch wünschenswert.

Zu beachten gilt dabei, dass in der Schweiz generell keine Helmpflicht beim Velofahren gilt – zumindest bei den gewöhnlichen Velos. Fahrerinnen und Fahrer eines schnellen E-Bikes (45 km/h) hingegen müssen einen Helm tragen.

Die schnellen E-Bikes sind es auch, welche im vergangenen Jahr den grössten Verkaufswachstum verzeichnet hätten, schreibt «Swisspo». Am beliebtesten sind bei den Leuten in der Schweiz aber die gewöhnlichen Citybikes und Mountainbikes, jeweils ohne Motor. So zeigt es zumindest die Umfrage, wo knapp ein Drittel der befragten Personen angegeben haben, ein solches Fahrrad zu besitzen.

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veröffentlicht: 11. April 2024 16:35
aktualisiert: 11. April 2024 16:35
Quelle: FM1Today

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