«Innerhalb einer Sekunde war alles dunkel»

Laurien Gschwend, 23. Mai 2017, 13:19 Uhr
Der Strom war in Teilen des FM1-Landes bis zu 14 Minuten weg.
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In weiten Teilen der Ostschweiz ist es am frühen Dienstagmorgen zu einem Stromausfall gekommen. In Rorschach dauerte dieser gar 14 Minuten. Mehrere Unternehmen waren betroffen.

Gemäss Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, war ein technisches Problem beim Hochspannungsunterwerk Aachen bei Mörschwil Grund für den Stromausfall kurz nach 5.40 Uhr. Der mit Öl gefüllte Isolationsmantel eines Strom- und Spannungswandlers ist geplatzt, dies hat einen Brand ausgelöst. Der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Franken geschätzt.

Im Mörschwiler Weiler Aachen wurde der Stromausfall ausgelöst. (Bild: TVO/Roger Inauen)

Auf Notstrom umgestellt

«Weite Teile der Ostschweiz waren betroffen», sagt Schneider. Meist habe die Störung nur wenige Sekunden angedauert, in Rorschach hätten die Netzbetreiber aber Stromausfälle von bis zu 14 Minuten gemeldet. Mehrere Rorschacher Betriebe spürten den Stromausfall; das Spital Rorschach musste beispielsweise auf Notstrom umschalten und Frisco die Kassen neu starten, wie es auf Anfrage heisst. Beim Kornhausbräu kam es zu keinen Störungen.

«Es war wie früher»

Auch bei der Bäckerei Beerle in Rorschach war am Dienstagmorgen alles anders als sonst, wie Verkaufsstellenleiterin Manuela Hegglin berichtet: «Wir sind erschrocken, innerhalb einer Sekunde war alles dunkel.» Rund 20 Minuten seien sämtliche Geräte ohne Funktion gewesen. «Wir konnten nichts mehr tun, alles stand still.»

Weil es draussen schon hell gewesen sei, hätten die Kundinnen und Kunden das Brot trotzdem gesehen. «Wir haben die Türe offen gelassen und alles von Hand aufgeschrieben. Die Kasse konnte ich mit einem Schlüssel öffnen. Es war wie früher», sagt Hegglin.

Schützengarten betroffen

Die Brauerei Schützengarten in St.Gallen hatte gegen 10 Uhr immer noch mit den Folgen des Stromausfalls zu kämpfen. Es dauere jeweils eine Weile, bis die Programme der einzelnen Maschinen wieder laufen, sagt Braumeister Richard Reinart. «Die Qualität des Biers war aber zu keiner Zeit gefährdet.»

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Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 23. Mai 2017 08:44
aktualisiert: 23. Mai 2017 13:19