Snowboarderin

Julie Zogg bleibt ehrgeizig

Nina Müller, 13. August 2019, 18:13 Uhr
Julie Zogg geniesst einen freien Tag auf dem Pizol.
Julie Zogg geniesst einen freien Tag auf dem Pizol.
© TVO
Die Snowboarderin, Julie Zogg, reitet zur Zeit auf der Erfolgswelle. Nach ihren beiden Siegen in Park City und China geniesst sie zusammen mit anderen Schweizer Sportlern einen freien Tag auf ihrem Hausberg, Pizol. TVO hat sie dabei begleitet.

Anfangs Februar gewann Julie Zogg (26) an der Weltmeisterschaft in Park City die Goldmedaille. Nur drei Wochen später fährt sie im Weltcup-Rennen in China erneut auf das Podest.  Nach einem herzlichen Empfang in der Schweiz steht sie heute schon wieder auf dem Brett. Snowboarder, Schwinger und Bobfahrer wurden von ihren Sponsoren eingeladen, den Dienstag auf der Piste im Pizol zu verbringen.

Für einmal geht es nicht darum, möglichst schnell den Berg hinunter zu kommen, sondern möglichst entspannt und mit viel Freude. So kann Julie Zogg auch alle ihre Emotionen des erfolgreichen letzten Monats in aller Ruhe Revue passieren lassen. «Man investiert viel und ich arbeite schon seit Jahren auf die WM hin. Sie findet ja nur alle zwei Jahre statt. Man hat dann zwei Tage Zeit, das Ding zu reissen und das ist mir nun gelungen. Das ist wirklich sehr cool», sagt Julie Zogg gegenüber TVO.

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Durch Julie Zogg gewinnt Parallel-Slalom an Popularität

Ein Erlebnis, welches auch die Sportkollegen von Julie Zogg nur all zu gut kennen. Egal ob auf der Piste, dem Eiskanal oder im Sägemehl-Ring: Lob erhält die junge Sportlerin am Dienstag von allen. «Früher sind die Gebrüder Schoch bekannt gewesen. Nun ist es eher ein wenig ruhiger geworden, deshalb ist es super, dass durch Julie der Parallel-Slalom wieder an Popularität gewinnt», sagt Nöldi Forrer, Schwinger aus dem Toggenburg. «Da kommen wieder Erinnerungen an die eigene Zeit auf. Ich weiss, wie sich ein Sportler in so einer Situation fühlt», sagt Beat Hefti, Bob-Olympiasieger 2014.

Julie Zogg will weiterhin auf Erfolgswelle reiten

Der Trainer von Julie Zogg, Christian Rufer, darf auch an dem Event teilhaben. Seit mehreren Jahren trainiert er die «Schweizer Alpin Snowboarder» und hat dabei schon vielen zum Erfolg verholfen. Bei Julie sieht der Trainer noch viel Potential. «Sie ist eine sehr ehrgeizige Sportlerin, welche ihre Ziele klar verfolgt», sagt Christian Rufer. Manchmal wolle sie auch mit dem Kopf durch die Wand aber Rufer ist der Meinung, dass es das auch braucht. «Nachhaltig bleiben und nicht locker lassen. Das führt zum Erfolg», so Rufer. Die 26-jährige Rheintalerin ist derselben Meinung. Für sie ist klar, die guten Leistungen im Februar sind erst der Anfang gewesen. «Die Saison ist nicht zu Ende. Am Wochenende sind noch die Schweizer-Meisterschaften und da ich habe schon lange keinen Titel mehr geholt. Darüber würde ich mich sehr freuen», sagt Zogg.

Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 26. Februar 2019 19:07
aktualisiert: 13. August 2019 18:13