Hanf-Zigaretten

Kann «Heimat» noch gerettet werden?

7. September 2020, 13:37 Uhr
Abpacken der Heimat-Zigaretten in Steinach SG. Es sind die einzigen Zigaretten, die ausschliesslich mit Schweizer Tabak hergestellt werden.
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der Ostschweizer Zigarettenhersteller «Heimat», der mit seinen Hanf-Zigis weltberühmt geworden ist, steht vor dem Konkurs. In rund zehn Tagen entscheidet ein Gericht, ob es noch Hoffnung gibt.

Die Firma Koch & Gsell aus Steinach wurde 2017 als Hanf-Zigi-Pionier weltberühmt. Doch trotz des vermeintlichen Erfolgs, kam der Hersteller der «Heimat»-Zigaretten nie aus der Verlustzone raus. Wie der «Blick» berichtet, fordert alleine die Eidgenössische Zollverwaltung über sechs Millionen Franken, die Steuerverwaltung weitere 510'000 Franken. Hanfbauern warten ebenfalls noch auf Millionenzahlungen (FM1Today berichtete).

Bereits im September 2019 verhängte das Kreisgericht Rorschach die Nachlassstundungen, seither laufen die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt.

Laut Geschäftsführer Roger Koch habe man seither den Turnaround geschafft. Es seien alle Rechnungen bezahlt worden und der Bund habe 2,5 Millionen Franken an Steuern bekommen.

Am 18. September findet die nächste Gerichtsverhandlung statt, dann wird entschieden, ob die Firma Konkurs gehen muss oder ob es zum Schuldenschnitt kommt. Die meisten Gläubiger hätten einer Abzahlung von 75 Prozent der offenen Forderungen zugestimmt, einige wollen jedoch das Verfahren weiterziehen und womöglich gar ein Strafverfahren anstreben.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. September 2020 09:26
aktualisiert: 7. September 2020 13:37