Vernehmlassung

Kanton Thurgau gegen Stimmrechtsalter 16

8. Dezember 2022, 10:52 Uhr
Der Kanton Thurgau spricht sich in der Vernehmlassung über Stimmrechtsalter 16 gegen eine Verfassungsänderung aus. Er begründet das damit, dass mit Stimmrechtsalter 16, das Stimmrecht von der Volljährigkeit gelöst würde - unter anderem.
16-Jährige sollen auch in Zukunft nicht an Abstimmungen teilnehmen. (Symbolbild)
© Symbolbild Keystone/Alessandro Della Valle
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Der Kanton Thurgau ist dagegen, dass auf nationaler Ebene das Stimm- und Wahlrecht von 18 auf 16 Jahre gesenkt wird. Das schreibt die Regierung in ihrer Stellungnahme im Zuge des Vernehmlassungsverfahrens zur Vorlage. 

Das begründet der Thurgauer Regierungsrat unter anderem damit, dass bis auf den Kanton Glarus bisher alle Kantone, in denen Abstimmungen zum Thema stattgefunden haben, gegen Stimmrechtsalter 16 waren. Ausserdem würde die Volljährigkeit vom Stimmrecht getrennt und das eidgenössische Stimmrecht sei nicht mehr gleich wie das kantonale. Es sei nicht nachvollziehbar, so die Thurgauer Regierung, dass Jugendliche «vor den individuellen Folgen ihres Handels geschützt werden» und auf der anderen Seite "die gesellschaftlichen Folgen politischer Entscheidungen mittragen sollen

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Dezember 2022 09:52
aktualisiert: 8. Dezember 2022 10:52