Lawine begräbt Skitourenfahrer

Sandro Zulian, 25. Dezember 2017, 15:07 Uhr
Traurige Gewissheit nach einem Tag: Der vermisste Skitourengänger ist tot.
© Kantonspolizei Graubünden
In bündnerischen Jenaz ist am Sonntagvormittag ein Skitourengänger tot aufgefunden worden. Es stellte sich heraus, dass es sich um den Mann handelt, der seit Samstagabend vermisst wurde.

«Der 31-jährige Franzose stieg am Samstagnachmittag in Begleitung seiner Partnerin von Fideris in Richtung Glattwang auf», schreibt die Kantonspolizei Graubünden in einer Mitteilung. Unterhalb des Gipfels habe sich das Paar getrennt. Der Mann wollte den Glattwang alleine besteigen, während seine Partnerin ins Berghaus in den Fideriser Heubergen vorging. Als der Mann dort bis am Abend nicht eintraf, wurde eine Suchaktion eingeleitet.

In drei Metern Tiefe geborgen

Der Skitourengänger konnte am Sonntagvormittag nur noch tot aus einer Lawine im Garauschatobel geborgen werden. Er hatte bei der Abfahrt ein Schneebrett ausgelöst und war mehr als einen Kilometer über felsiges Gelände mitgerissen worden. Die Rettungskräfte bargen ihn aus einer Tiefe von knapp drei Metern. Bei der Suchaktion und Bergung im Einsatz standen ein Regahelikopter, ein Swiss Helicopter, zwei Rettungsspezialisten, ein Rettungsteam der SAC Sektion Prättigau mit elf Personen und die Kantonspolizei Graubünden.

Ebenfalls tödlicher Tourenski-Unfall im Wallis

Auch im Wallis ist es zu einem tödlichen Skiunfall gekommen: Ein Skitourengänger ist am Montagmorgen bei einem Lawinenniedergang oberhalb der Belalp VS ums Leben gekommen. Zwar wurde er sofort von seinen Kameraden gefunden und geborgen, aber die eingeflogenen Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.

Der 39-Jährige aus der Region war in einer fünfköpfigen Gruppe im Gebiet des Hofathorns unterwegs, wie die Kantonspolizei mitteilte. Dabei löste sich die Lawine und riss ihn mit.

(kapo gr/saz/sda)

Sandro Zulian
veröffentlicht: 25. Dezember 2017 10:20
aktualisiert: 25. Dezember 2017 15:07