Mutiertes Virus

Liechtensteiner Regierung: Infizierte Person hat sich vor Kontakt testen lassen

27. Dezember 2020, 14:09 Uhr
Die Britische Mutation des Coronavirus ist im Fürstentum Liechtenstein angekommen. (Archiv)
© KEYSTONE/Laurent Gillieron
Im Fürstentum Liechtenstein wurde eine Person positiv auf das mutierte Coronavirus getestet. Die Person sei aus England eingereist und habe sich testen lassen, bevor sie andere Menschen getroffen habe, heisst es von der Regierung.

Drei Leute wurden in der Schweiz bislang positiv auf das neue, mutierte Coronavirus aus England getestet. Eine davon befindet sich im Fürstentum Liechtenstein. «Die Person ist aus England eingereist und hat sich vorsichtshalber testen lassen, bevor sie hier Leute getroffen hat. Dabei kam heraus, dass sie die englische Mutation tatsächlich in sich trägt», sagt der Liechtensteiner Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini.

Mauro Pedrazzini im Interview mit TVO:

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Quelle: TVO

Ansteckungskette wurde unterbrochen

Die Person befindet sich in Isolation, sofern es Kontaktpersonen gab, sind diese in Quarantäne. «Wir haben diese Ansteckungskette damit unterbrochen», sagt Pedrazzini.

Zwei weitere Personen wurden in der Deutschschweiz bislang positiv auf dieses neue Coronavirus getestet, sie befinden sich ebenfalls in Isolation.

«Für mich ist es keine Überraschung, dass Einreisende aus England dieses mutierte Virus einschleppen können», sagt der Liechtensteiner Gesundheitsminister. Die Einreisebestimmungen, welche die Schweiz für England und Südafrika eingeführt hat, gelten auch für das Fürstentum Liechtenstein.

«Nicht auf den letzten Metern noch verderben»

Der Liechtensteiner Gesundheitsminister warnt vor Nachlässigkeit im Umgang mit dem Coronavirus, Panik will er aber keine verbreiten. «Die Vorsichtsmassnahmen, die wir ergreifen, sind die gleichen wie bereits zuvor.» Händehygiene und Abstand halten seien wichtg.

Ausserdem sollte man, wo immer möglich, die sozialen Kontakte einschränken. «Situationen, wo man gemeinsam an einem Tisch sitzt, sind brandgefährlich für eine Übertragung. Jetzt ist es wirklich wichtig, dass wir es auf diesen letzten Metern bis zur Impfung nicht noch verderben. Sozialkontakt sollte man vermeiden, sofern sie nicht unbedingt sein müssen.»

Dies auch deshalb, weil sich die Situation in den kommenden Monaten eher wieder entspannend dürfte. «In den nächsten eins bis zwei Monaten werden wir mit der Impfung grosse Fortschritte machen, vor allem in der Risikogruppe», sagt Mauro Pedrazzini.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. Dezember 2020 13:49
aktualisiert: 27. Dezember 2020 14:09