Marija: «Ich war schockiert und musste weinen»

Lara Abderhalden, 7. April 2017, 11:38 Uhr
«Gott sei Dank», «Das freut mich», «Gratuliere!» oder «Endlich!» - so die Reaktionen auf das erteilte Visum für das Fürstentum Liechtenstein für Marija Milunovic. Sie selbst ist überglücklich und auch ihr ehemaliger Trainer Armin Kekic ist völlig aus dem Häuschen und bedankt sich öffentlich für die Unterstützung.

«Es war ein Schock für mich. Ich war überglücklich und habe sofort zu weinen angefangen», schildert Marija ihre erste Reaktion gegenüber FM1Today. Der Liechtensteiner Entscheid sei sehr emotional für sie, sie habe lange darauf gewartet. «Ich bin stolz auf meine Mutter und mich, der lange Kampf ist zu Ende.»

«Endlich zahlt sich der Kampf aus»

«Wir haben es geschafft! Marija kann nach Liechtenstein zurück kommen. Vielen Dank für eure Spenden», sagt Armin Kekic in einem Video auf der Facebook-Seite «Save Marija Milunovic».

Posted by Save Marija Milunovic on Donnerstag, 6. April 2017

Der ehemalige Trainer von Marija ist überglücklich. «Endlich gibt es positive Nachrichten für Marija. Endlich zahlt sich aus, wofür wir so lange gekämpft haben.» Armin Kekic war einer der ersten, der vom positiven Entscheid aus Liechtenstein erfuhr.

«Ein grosser Stein vom Herzen gefallen»

Gross gefestet hat Kekic aber noch nicht: «Wenn dann Marija wieder in der Schweiz ist, werden wir das nachholen.» Er hatte bereits Kontakt mit Marija, sie hätten geschrieben und telefoniert. Ihre erste Reaktion war ein «Yes!» per WhatsApp. «Uns ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen. Auch die Mutter freut sich unglaublich, dass ihre Tochter bald wieder in der Nähe ist.»

Wie Kekic sagt, freut sich der FC Balzers über Marijas Rückkehr: «Ich habe mit dem neuen Trainer gesprochen. Dieser hat im Moment einen Mangel an Spielerinnen.»

Marija kann in den nächsten Tagen ihr Visum auf der Schweizer Botschaft in Belgrad abholen. Wann genau sie wieder in der Region sein wird, das kann der Ex-Trainer noch nicht sagen. Dies werde im Moment von ihrem Anwalt abgeklärt. Es würden noch einige Dokumente fehlen, zum Beispiel ein Versicherungsnachweis der Krankenkasse, ein aktueller Arbeitsvertrag und die Bestätigung absolvierter Deutschkurse. Dies dürfte aber laut ihrem Anwalt Urs Bertschinger kein Problem sein.

Lara Abderhalden
Quelle: abl/lae
veröffentlicht: 7. April 2017 11:07
aktualisiert: 7. April 2017 11:38