Masernfall in Liechtenstein

Nina Müller, 20. März 2019, 08:21 Uhr
Im Liechtenstein hat ein Kind die Masern.
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Ein Kind des Kinderheims Gamander in Schaan hat die Masern. Am Freitagnachmittag waren die Kinder des Heims im Hallenbad Triesen. Die Behörden bitten Schüler, die an jenem Nachmittag ebenfalls im Schwimmbad waren, sich bei ihnen zu melden.

Das Amt für Gesundheit Liechtenstein ist am Dienstag über einen Masernfall informiert worden. Ein Feriengast im Kinderheim Gamander in Schaan ist davon betroffen, schreibt das Amt in einer Mitteilung. Das Kinderheim, das unter der Leitung des Liechtensteinischen Roten Kreuzes steht, bietet Kindergruppen aus Kriegs- oder Krisengebieten einen jeweils rund einmonatigen Ferienaufenthalt an. Zurzeit ist eine Gruppe von 15 Kindern aus der Ukraine zu Besuch. Sie werden von Aufsichtspersonen aus ihrem Heimatland begleitet.

Infiziertes Kind war im Hallenbad

Die ukrainischen Feriengäste besuchten am vergangen Freitagnachmittag das Hallenbad Triesen. Nun besteht die Sorge, dass sich Schulkinder, die sich ebenfalls im Hallenbad aufhielten, mit Masern angesteckt wurden. Die Schule überprüft den Impfstatus der gleichzeitig anwesenden Schulkinder aus Triesen.

Amt für Gesundheit überprüft Schüler

Personen, die am Freitag zwischen 14.30 und 18.30 Uhr im Hallenbad Triesen waren, sollen sich mit dem Amt für Gesundheit in Verbindung setzen. Die Behörde wird auch ihren Impfstatus überprüfen und allfällig nötige Massnahmen persönlich besprechen.

Die Sorge, dass ein Kind angesteckt wurde sei jedoch klein. Im Liechtenstein herrscht eine hohe Durchimpfungsrate. Allenfalls müssten nicht geimpfte Kinder isoliert werden.

Masern sind eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hochst ansteckende Infektionskrankheit.
Symptome: Fieber, Husten, Nasenausfluss, Bindehautentzündung, Hautausschlag
Komplikationen: Lungenentzündung, Mittelohrenentzündung, Durchfall mit Dehydrierungsrisiko ,Schäden am Nervensystem (Enzephalitis)

Es gibt eine wirkungsvolle Impfung dagegen, die weltweit schon seit Jahrzehnten routinemässig verabreicht wird.

Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 20. März 2019 07:23
aktualisiert: 20. März 2019 08:21